2011 war ein besonderes Jahr für die Bickhardt Bau AG in Kirchheim. Der Komplettanbieter für den Verkehrswegebau feierte nicht nur sein 40-jähriges Bestehen, sondern schloss das Geschäftsjahr 2011 mit einer Bauleistung von 295 Millionen Euro auch als umsatzstärkstes seit Unternehmensgründung ab.
Als herausragendstes Projekt bezeichnete der Vorstandsvorsitzende Ralf Schär den großräumigen Erdbau am Verkehrsflughafen Kassel-Calden: „Die auf dieser Baustelle gezeigte Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens hat den Bauherren begeistert, unsere Konkurrenz aufhören lassen und ich gebe es gerne zu, auch uns überrascht.“
Mit dem termingerechten Abschluss der Erdbauarbeiten ist das Engagement in Kassel-Calden allerdings nicht beendet: Bickhardt Bau erhielt in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Hermanns AG (Kassel) und der J. Bratengeier Bau-GmbH (Dreieich) auch den Auftrag für die Herstellung der sogenannten luftseitigen Infrastruktur. Dazu zählen neben den Rollbahnen und Verkehrsflächen auch sämtliche Ver- und Entsorgungseinrichtungen.
Bis zum Ende des Jahres werden 450 000 Quadratmeter Erdplanum hergestellt. Die Start-, Lande- und Nebenbahnen erhalten einen bituminösen Oberbau. Dafür werden etwa 210 000 Quadratmeter Asphaltflächen benötigt. Weitere 100 000 Quadratmeter an Vorfeld- und Stellflächen werden betoniert. Für die Entwässerung des 220 Hektar großen Areals müssen 38,5 Kilometer Rohrleitungen sowie 10,8 Kilometer Betonschlitzrinnen verlegt werden. 550 Entwässerungsschächte, 20 Entwässerungsbauwerke und drei große Regenrückhaltebecken sorgen dafür, dass sich auf den befestigten Flächen kein Oberflächenwasser stauen kann. Damit sämtliche Flughafeneinrichtungen auch mit Energie versorgt werden können, verlegen die Tiefbauspezialisten 180 Kilometer Kabelschutzrohre.
Bereits im Herbst gewann Bickhardt die europaweite Ausschreibung für den Rohbau der Hochbauten als Teil einer nordhessischen Bietergemeinschaft. NH L



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