11 Patienten gestorben

Kampf gegen Keime in Kieler Klinik: Experte erwartet

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Elf am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel gestorbene Patienten waren zusätzlich zu ihren teils schweren Erkrankungen auch mit einem multiresistenten Keim infiziert.

Kiel - Seit Mitte Dezember kämpft das Universitätsklinikum in Kiel gegen die Ausbreitung eines gefährlichen multiresistenten Keims. Für Intensivpatienten ist er hoch gefährlich. Bei der Bekämpfung setzt die Klinik jetzt auch auf Expertise von außen.

Im Kampf gegen einen gefährlichen multiresistenten Keim erwartet das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel von Montag an die Unterstützung von Experten aus Frankfurt. Sie seien Spezialisten auf dem Gebiet des betreffenden, multiresistenten Keims, sagte ein UKSH-Sprecher. Am frühen Montagabend (17.00 Uhr) will das Klinikum außerdem über den Stand der Entwicklung informieren.

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass elf an dem Kieler Klinikum gestorbene Patienten zusätzlich zu ihren teils schweren Erkrankungen auch den Keim trugen. Bei neun von ihnen sei das Bakterium mittlerweile eindeutig als Todesursache ausgeschlossen worden. Bei zwei 87 und 70 Jahre alten Patienten konnte die Todesursache nicht zweifelsfrei geklärt werden. Die elf Patienten seien zwischen dem 21. Dezember und dem 20. Januar gestorben.

Mit Stand Samstagabend wurden an der Klinik 27 Patienten positiv auf das gegen fast alle Antibiotika resistente Bakterium Acinetobacter baumannii getestet. Sie sind zwischen 27 und 88 Jahre alt. Nicht alle von ihnen sind daran erkrankt. „Der Keim ist nicht die führende Erkrankung bei den Patienten“, sagte der Chef des Universitätsklinikums, Jens Scholz. Für gesunde Menschen ist er nach Angaben des Klinikums weitgehend ungefährlich. Die Zahl der Keimträger könne in den kommenden Tagen noch steigen.

dpa

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