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Demenzkranken Orientierung geben

Demenzkranken Orientierung geben

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    Erinnerungsstücke aufbewahren: Vertraute Gegenstände im Haushalt können Demenzkranken bei der Orientierung helfen. Mit einem 50 Jahre alten Sessel, mit einem Röhrenradio, alten Fotos oder etwa mit dem geblümten Bettüberwurf aus der Aussteuer können Erinnerungen verbunden sein. © dpa

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    Nicht mehr Auto fahren: Augenerkrankungen, Altersdiabetes oder Demenz sind Krankheitsbilder, bei denen Betroffene auf das Autofahren verzichten sollten. Bei Demenz ist es aber schwierig festzustellen, wann der Betroffene nicht mehr fahren kann. Um das zu überprüfen, sind Tests durch den Arzt und Gespräche mit dem Patienten und seinen Vertrauten über sein Verhalten im Verkehr wichtig. © dpa

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    Angehörige von Demenzkranken müssen deren Versicherungsschutz überprüfen: Probleme gibt es oft mit der privaten Unfallversicherung, denn Menschen mit bestimmten geistigen Erkrankungen sind nicht mehr versichert. Wer beispielsweise in Folge geistiger Verwirrung einen Unfall erleidet, würde nach den Bedingungen eines normalen Vertrags keine Leistung erhalten. © dpa

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    Das Vorlesen oder Erzählen von Geschichten kann Demenzkranke aus ihrer Zurückgezogenheit herauslösen: Dabei ist es wichtig, langsam und gut betont zu lesen. Am besten begeben sich die Vorleser mit ihren Zuhörern auf Augenhöhe, damit die Älteren mit ihnen Augenkontakt halten und von den Lippen ablesen können. Besonders gut werden von Demenzkranken Texte verstanden, wenn es Anschauungsmaterial passend zur Geschichte gibt. © dpa

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    Spiele und Rätsel nützten nichts: Gehirnjogging bringt bei Alzheimer-Demenz keinen positiven Effekt für die Stärkung der Gedächtnisleistung, zudem kann es sogar negative Auswirkungen haben, wenn die Betroffenen immer wieder an den Aufgaben scheitern. Das Neugedächtnis baut bei einer Alzheimer-Demenz ab, daher ist es sinnvoller, das Langzeitgedächtnis der Betroffenen zu fördern. Gespräche über alte Zeiten und Erinnerungen an früher lösen positive Gefühle bei Demenzkranken aus. © dpa

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    Alles, was verloren ist, ist unwiederbringlich weg: Schon Jahre bevor die Demenz-Erkrankung überhaupt erkannt wird, schwinden die Nervenzellen im Gehirn. Man kann trotz des Gedächtnisverlustes viele Fähigkeiten trainieren und schulen, die für den Alltag wichtig sind. Spaziergänge, Tanzen und leichter Sport können außerdem die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Therapeutische Arbeit - wie zum Beispiel Ergotherapie - hilft, alltagspraktische Fähigkeiten zu erhalten. © dpa

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    Schulungen der Angehörigen verbessern die Pflegesituation: Menschen mit einer Alzheimer-Demenz brauchen im Laufe der Erkrankung immer mehr Hilfe und Unterstützung im Alltag. Für Angehörige ist die Betreuung eine große Herausforderung und oft auch eine Belastung, nicht nur körperlich, sondern auch psychisch. Wenn die Angehörigen die Demenz und ihre Auswirkungen verstehen, können sie im Alltag oft gelassener und verständnisvoller reagieren und fördern damit zusätzlich die Beziehung zu dem Erkrankten. © dpa

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    Anlaufstellen und Links: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. - Selbsthilfe Demenz, Friedrichstr. 236, 10969 Berlin, Tel.: 030/2593795-0 Alzheimer-Telefon: 01803/171017 (9 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz) Im Internet: www.deutsche-alzheimer.de www.aktion-demenz.de www.alzheimerforum.de www.wegweiser-demenz.de © dpa

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