Zusätzliche Hilfe beantragen

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Pflegebedürftige und Angehörige haben hohe Ausgaben und wissen häufig nicht, dass sie bei ihrer Pflegekasse Hilfe bekommen können. Sie können zusätzlich Betreuungsleistungen von der Pflegekasse erhalten.

Der Betrag dient der Erstattung von Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme anerkannter Betreuungsangebote (zum Beispiel Kurzzeitpflege) entsteht.

Bis 2400 Euro im Jahr

Der Betreuungsbetrag liegt bei bis zu 2400 Euro jährlich. Die Höhe des jeweiligen Anspruchs wird von der Pflegekasse auf Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung im Einzelfall festgelegt.

Wird die Leistung in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden. Es müssen Einschränkungen im Alltag auf Dauer vorliegen, die im Gesetz genauer beschrieben sind.

In vielen Beratungsgesprächen mit Senioren, Angehörigen und Betreuern im Seniorenzentrum Hessenallee wurde deutlich, dass diese Ansprüche häufig noch unbekannt sind.

Bei neuen Bescheiden der Pflegeversicherung ist mittlerweile oft schon ein Hinweis auf diese Betreuungsleistungen enthalten. Teilweise wird diese Information aber überlesen oder der Zusammenhang ist den Versicherten unklar. Auf Anfrage geben die Pflegekassen aber alle erforderlichen Auskünfte.

Im Zweifel sollte man nachfragen und Hilfe in Anspruch nehmen. Eine gute Beratung kann hier bis zu 2400 Euro zusätzliche Leistungsansprüche gegenüber der Pflegekasse zur Folge haben, eine Menge Geld für die Betroffenen und ihre Angehörigen. (nh)

karamalz
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Wo steht das, daß man bis zu 2400 Euro im Jahr bekommen kann und dieser Betrag wenn er nicht ausgeschöpft wird, ins nächste Jahr übertragen werden kann.
Bei Kurzzeitpflege kann ein Betrag von 1410 Euro ausgeschöpft werden. Längstens für 28 Tage und dieser Betrag darf nicht überschritten werden. Bei Pflegestufe 3 sind es sogar nur 19 Tage. Verpflegungs und Unterbringungskosten sind selbst zu tragen.

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