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Experten-Chat Inkontinenz: Kleiner Aufwand – großer Erfolg

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Prof. Thomas Dimpfl Direktor der Frauenklinik und Leiter des Interdisziplinären Brustzentrums am Klinikum Kassel zum Thema Inkontinenz
Prof. Thomas Dimpfl Direktor der Frauenklinik und Leiter des Interdisziplinären Brustzentrums am Klinikum Kassel zum Thema Inkontinenz © Klinikum Kassel/nh

Die Zahl der Frauen mit Störungen der Beckenbodenfunktion nimmt stetig zu. So leidet zum Beispiel schon jede fünfte Frau in Deutschland, etwa aufgrund einer Erschlaffung der Beckenboden-Muskulatur nach einer schweren Geburt, unter unfreiwilligem Harnverlust (Inkontinenz).

Gleichwohl ist es leider für viele immer noch ein Tabuthema und viele der Betroffenen schweigen aus Scham oder in der Annahme, dass die „Störungen“ unabwendbare Folge des natürlichen Alterungsprozesses und nicht erfolgreich zu behandeln sind. Das ist ein fataler Irrtum. Denn in rund neunzig Prozent aller Fälle ist bei Blasen- und Senkungsbeschwerden eine Heilung oder zumindest deutliche Besserung möglich.

„Oft führt schon ein kleiner Aufwand zu großem Erfolg und wieder deutlich mehr Lebensqualität“, sagt Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Frauenklinik am Klinikum Kassel und Initiator des Beckenbodenzentrums (BBZ) Nordhessen. Manchmal hilft schon ein gezieltes Training der Blase beziehungsweise der Beckenbodenmuskulatur, um die jeweilige „Störung“ in den Griff zu bekommen. „Daneben gibt es eine Vielzahl von Erfolg versprechenden Behandlungsmöglichkeiten – von der Elektrostimulation über eine medikamentöse Therapie bis zu kleinen, schonenden chirurgischen Eingriffen. Dabei wird zum Beispiel die Blase durch den Einsatz eines kleinen Bändchens gestützt“, sagt Prof. Dimpfl. Insgesamt werden bundesweit rund 80 000 Frauen pro Jahr wegen einer Störung der Beckenbodenfunktion operativ behandelt.

Zu diesem Thema können Sie unseren Experten Herrn Prof. Dr. med. Thomas Dimpfl im Live-Chat am Freitag, 1. November von 13 bis 14 Uhr Fragen stellen.

Professor Dr. med. Thomas Dimpfl ist seit dem Jahr 2001 Direktor der Frauenklinik und Leiter des Interdisziplinären Brustzentrums am Klinikum Kassel. Seit Oktober 2012 ist er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Sehr gerne können Sie uns auch vorab Fragen zu dem Thema stellen, welche wir dann im Chat veröffentlichen. Ihre Frage senden Sie bitte mit dem Stichwort „Inkontinenz“ an RD-online@hna.de

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und einen spannenden Austausch am 1. November.

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