Ortsbeirat Mitte will Benennung des Platzes in „Am alten Stadtschloss“

Zum 150-jährigen Bestehen: Neue Adresse für das Regierungspräsidium

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Das ehemaligen Landgrafenschloss: An dieser Stelle steht heute das Regierungspräsidium. Im Hintergrund ist die Brüderkirche zu erkennen.

Mitte. „Am alten Stadtschloss“– unter dieser Adresse soll ab Mitte des kommenden Jahres das Regierungspräsidium Kassel zu finden sein, das sich derzeit noch im Steinweg 6 befindet.

Umziehen wird der Amtssitz von Dr. Walter Lübke (CDU) allerdings nicht. Nur die Anschrift soll sich anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Regierungspräsidiums ändern. Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidiums, erläuterte die Pläne jetzt während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Mitte und bat die Mitglieder des Gremiums um Zustimmung und Unterstützung. Die beschlossen einstimmig, der Stadt die Umbenennung des Platzes vorzuschlagen. Wie Conrad erklärte, wäre der neue Name ein deutlicher Fingerzeig auf die lange Geschichte des Areals, auf dem sich das Regierungspräsidium befindet – als jüngstes einer ganzen Reihe von Regierungsgebäuden. Angefangen mit dem Kasseler Königshof im 10. Jahrhundert über eine Burganlage bis zum Landgrafenschloss, das 1811 abbrannte und nach dem der Platz nun benannt werden soll. Ändern würde sich nur die Adresse des Regierungspräsidiums. Jubiläum und Umbenennung sollen im August 2017 mit einem Bürgerfest gefeiert werden.

Neben Conrad war mit Figueroa Garcia ein weiterer Gast zur Sitzung des Ortsbeirates eingeladen worden. Garcia wurde von den Mitgliedern des Stadtteilgremiums einstimmig als Vertreter des Ausländerbeirates bestätigt. Zuvor hatte er sich kurz vorgestellt.

Ebenfalls einstimmig fiel der Beschluss aus, dem Kasseler Jugendring 250 Euro aus den Dispositionsmitteln für die Förderung der örtlichen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. 1500 Euro stellt der Ortsbeirat zudem aus dem Topf zur Pflege der Grünanlagen für die Anlage und Pflege von Blühflächen im Stadtteil zur Verfügung.

Der Ortsbeirat trifft sich in seiner jetzigen Besetzung voraussichtlich zum letzten Mal am kommenden Donnerstag, 2. Juni, zu einer gemeinsamen Sitzung mit den Ortsbeiräten Wehlheiden, Vorderer Westen und Bad Wilhelmshöhe. Thema wird die gestalterische Aufwertung der Wilhelmshöher Allee im Rahmen des Projektes des Nationalen Städtebaus sein. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Schule am Heideweg, Saaleweg 3.

Wie berichtet soll der Ortsbeirat Mitte voraussichtlich am 25. September neu gewählt werden. Bei der Wahl war es zu Unregelmäßigkeiten gekommen, weil mit Dr. Hasina Farouq (SPD) eine Bewerberin zugelassen worden war, die ihren Hauptwohnsitz nicht im Stadtteil hat und deshalb dort nicht wählbar ist.

Von Meike Schilling

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