Kurse von Arbeitsagentur gefördert

2000 Flüchtlinge lernen in der Region Kassel Deutsch - Finanzierung läuft aus

Kassel. In der Region Kassel lernen über 2000 Flüchtlinge Deutsch. Allein 1653 Flüchtlinge nehmen seit Oktober an Sprachkursen teil, die von der Bundesagentur für Arbeit gefördert werden.

Bei den Schülern handelt es sich um Flüchtlinge in Zweitaufnahmeeinrichtungen „mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit“, also um Syrer, Iraker, Iraner, Eritreer. Das erklärt BAA-Bereichsleiter in Kassel, Michael Reimer. 26 Träger bieten insgesamt 116 Kurse an.

Zusätzlich lernen in Kassel auch Flüchtlinge Deutsch, die keinen Zugang zu einem staatlich geförderten Kurs haben: 500 werden in Kursen der Volkshochschule Region Kassel (Vhs) unterrichtet. Hier geschieht die Förderung durch kommunale Mittel. Auch der Caritasverband Nordhessen-Kassel bietet Deutschunterricht an. Zurzeit sind es elf Kurse, die von 180 Flüchtlingen besucht werden, sagt Koordinator Bernd Schulz. Finanziert werden sie über kirchliche Mittel und Spenden.

Die Stadt Kassel war schon aktiv geworden, bevor die Bundesagentur ihr Förderprogramm gestartet hatte. Sie finanzierte freiwillig für 20 000 Euro fünf Deutschkurse für hundert Flüchtlinge.

Die Finanzierung der Kurse über die Arbeitsagentur ist befristet. Die letzten laufen Ende März aus. „Es war eine erste Maßnahme, um den vielen Flüchtlingen, die ab Sommer 2015 kamen, schnell zu helfen“, so Reimer.

Das künftige Förderprogramm finanziert Integrationskurse und wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge getragen. Neben Deutschunterricht gibt es auch Landeskunde. Die Kurse haben einen Lehrplan und werden zertifiziert. „Dadurch wird windigen Bildungsanbietern ein Riegel vorgeschoben“, sagt Katharina Seewald, Leiterin der Vhs.

Unter den vielen Kursangeboten hatte es auch Merkwürdigkeiten gegeben. So boten auch Fahrschulen und Wohnungsgesellschaften Kurse an.

Rubriklistenbild: © dpa

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