Vorbereitungen in den Messehallen haben begonnen

Bundesschau am Wochenende: 23.173 Kaninchen in Kassel

Hoppelnde Tierchen in den Messehallen: Am Wochenende wird es über 23.000 flauschige Kaninchen bei der Bundesschau zu sehen geben. Foto: privat

Kassel. Genau 23.173 hoppelnde und flauschige Kaninchen so weit das Auge reicht. Mit und ohne Schlappohren, gescheckt, gepunktet oder einfarbig. Das wird es am Wochenende in den Messehallen zu sehen geben.

Dort findet die erste Bundeskaninchenschau in Kassel statt. Aufgebaut wurde am Dienstag schon.

Die Gehege stehen in Reih und Glied – zweistöckig, in einigen Fällen auch auf drei Etagen gestapelt. Drinnen sitzen Kaninchen jeder Rasse und schauen neugierig zurück oder verbuddeln sich im Stroh. Von allen Seiten der Messehallen strömen Aussteller aus ganz Deutschland, die ihre Kaninchen in Holzboxen vor sich her karren – manche sogar in ganzen Wagenladungen. Die Gänge mit den Gehegen wirken endlos. Insgesamt 60 Kilometer müsste laut Wolfgang Elias der Besucher zurücklegen, um jedes einzelne Kaninchen zu sehen.

Elias ist der Sprecher des Zentralverbands Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter (ZDRK). Erzählt er von den Vorbereitungen für die Bundesschau, nennt er Zahlen, die nur schwer fassbar sind. So seien 18 Sattelschlepper nötig gewesen, um die vielen Tausend Gehege nach Kassel zu transportieren. Ausgeliehen hatte man sie bei Verbänden für Kaninchenzucht aus benachbarten Bundesländern. Sechs weitere Sattelschlepper brachten Heu und Stroh. Insgesamt zehn Tonnen Kraftfutter wurden angeliefert, um die Tiere durch die nächsten Tage zu bringen.

Züchter und zugleich Preisrichter aus Kassel: Holger Bierschenk mit einem Kaninchen der Rasse Zwergschecken auf dem Arm.

Bei den über 23.000 Tieren handelt es sich durchweg um Rasse-Kaninchen. Einer der Züchter ist der 59-jährige Holger Bierschenk aus Kassel, der in einer Gemeinschaftszuchtanlage in Harleshausen seinem Hobby nachgeht. Wichtiger ist jedoch seine Funktion, die er am heutigen Mittwoch und am Donnerstag ausüben wird. Da ist er einer von insgesamt 250 Preisrichtern, die die Kaninchen begutachten werden.

„Als Vorgabe haben wir ein dickes Regelwerk, das für jede Rasse die Idealwerte bestimmt“, erzählt Bierschenk. So hat die Rasse der Zwergschecken schwarz-weiß (Foto) ein Idealgewicht von 1,4 bis 1,8 Kilo. Kommt das ausgestellte Kaninchen in seiner Rasse unter oder über dieses Gewicht, gibt es in der Bewertung Punktabzüge. Genau so wird unter anderem über Körperform, Fell und Farbe geurteilt.

Welches Kaninchen in seiner Rassen das Rennen macht, wird in den nächsten zwei Tagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit ermittelt und am Samstag bei der offiziellen Eröffnungsfeier um 10 Uhr verkündet. Besucher können die Prachttiere dann das gesamte Wochenende bestaunen.

Bundeskaninchenschau in den Kasseler Messehallen, Öffnungszeiten für Besucher: Samstag, 7 bis 18 Uhr, Sonntag, 8 bis 14 Uhr. Eine Tageskarte kostet 10 Euro.

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