Klorollen-Attacke zum Finale

60.000 Menschen besuchten Zirkus - Stadt einigt sich mit Flic-Flac auf weitere drei Jahre

Das Publikum wurde im wahrsten Sinne des Wortes eingewickelt: Am Ende der Vorstellung wurde die Windmaschine in Gang gesetzt – Klopapier wehte über die Zirkusbesucher.

Kassel. Es war gigantisch. Einfach rundum gelungen. Die 1500 Besucher, die am Sonntagabend die letzte Vorstellung des zweiten Festivals der besten Artisten auf dem Kasseler Friedrichsplatz gesehen haben, waren begeistert.

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Ebenso wie die weiteren 58.500 Menschen, die seit dem 16. Dezember eine der 41 Vorstellungen des Zirkus Flic-Flac besucht haben. „Mit so einer enormen Nachfrage haben wir nicht gerechnet“, sagt Martin Krockauer (Flic-Flac-Management). Die zweite Auflage des Zirkusfestivals in Kassel hätten 10.000 Menschen mehr als bei der Premiere 2009/2010 gesehen. Seit Heiligabend sei jede Vorstellung auf dem Friedrichsplatz ausverkauft gewesen. Bei dieser Resonanz sei es für Flic-Flac keine Frage, dass auch in diesem Jahr wieder ein Festival ab 16. Dezember auf dem Friedrichsplatz stattfinde. „Wir haben uns dafür ganz bewusst Kassel ausgesucht.“ Die Symbiose zwischen dem Platz, der Bevölkerung und der Weihnachtszeit macht Krockauer mit für den Erfolg verantwortlich.

Allerdings besuchten mittlerweile auch Menschen, die 100 Kilometer von Kassel entfernt wohnten, die Vorstellungen.

„Wir bauen hier gerade etwas sehr Stabiles auf“, sagt Krockauer. Das Festival werde mittlerweile als „kulturelle Ergänzung“ für Kassel gesehen. Zudem klappe die Zusammenarbeit mit der Stadt Kassel immer besser.

Bürgermeister Jürgen Kaiser, der den besten Artisten die Pokale übergeben durfte (siehe Hintergrund), bedankte sich bei Flic-Flac für die „wundervollen dreieinhalb Wochen“. Kaiser erklärte, dass sich die Stadt bislang auf weitere drei Festivals mit dem Zirkusunternehmen geeinigt habe.

Das Kasseler Festival scheint nicht nur beim Publikum gut anzukommen. Auch bei den Künstlern. „Beim ersten Mal sind wir von der Branche noch kritisch beäugt worden“, sagt Krockauer. In diesem Jahr seien bereits Artisten in Kassel vorbeigekommen, um sich für das dritte Festival zu bewerben. Chef Benno Kastein habe sich mit einigen Artisten bereits geeinigt. Deren Nummern sind ab Dezember 2011 zu bestaunen.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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