Aktionsgemeinschaft Neue City schließt sich City-Kaufleuten an

Kasseler Einzelhändler-Vereine fusionieren

Neue Mitstreiter willkommen: Von links Alexander Wild (Gothaer), Brigitte Kritzner (Kaufhof) und Vorsitzender Gerhard Jochinger von den City-Kaufleuten, Apotheker Alexander Schmidt-Hellwig (bisher Aktionsgemeinschaft Neue City) sowie Martin Wimberger (City Point), Petra Feist-Dietrich (Schuhhaus Feist) und Thomas Ochmann (Ochmann Schlafkultur) vom City-Kaufleute-Vorstand, zu dem außerdem noch Michael Fecke (Buchhandlung Thalia) gehört. Foto:  Hedler

Kassel. An der Königsstraße vom Rathaus bis zum Holländischen Platz sprechen Kasseler Innenstadt-Einzelhändler jetzt mit einheitlicher Stimme.

Die Kaufleute der Aktionsgemeinschaft Neue City (ANC), die ihre Geschäfte im Bereich Stern und Untere Königsstraße haben, geben ihren eigenständigen Zusammenschluss auf und schließen sich den City-Kaufleuten an, deren Aktivitäten sich bisher nur bis zum Königsplatz erstreckten.

Mit diesem Schulterschluss, der in der jüngsten Sitzung der ANC beschlossen wurde, versprechen sich die Händler eine bessere und gebündelte Interessenvertretung im Dialog mit der Stadtverwaltung. Besonders hilfreich sei dies vor dem Hintergrund der bevorstehenden mehrjährigen Bauphase auf Nordhessens wichtigster Einkaufsmeile, hieß es am Donnerstag am Rande einer Sitzung der City-Kaufleute. Mit dabei war auch bereits der bisherige ANC-Vorsitzende Alexander Schmidt-Hellwig (Einhorn-Apotheke). Bei den Neuwahlen im Februar will er offiziell für einen Sitz im Vorstand der erweiterten Händlergemeinschaft kandidieren.

Bislang haben die City-Kaufleute gut 40 Mitgliedsunternehmen. Etwa so viele waren es 1976 auch beim Verein „Neue City“, als dieser unter Führung des Textilhändlers Karl Busam gegründet wurde. Damals hieß es, das Quartier sehe sich als „Stiefkind der Innenstadt“, da der Königsplatz aus Sicht des Einkaufspublikums wie eine Barriere wirke. Zumindest organisatorisch ist diese Barriere nun weg.

Verschwunden sind im Lauf der Jahre aber auch viele inhabergeführte Geschäfte an der Unteren Königsstraße: Um nur einige zu nennen die Modehäuser Appel und Busam, Haushaltswaren Thomas, Zoo am Stern, vor einiger Zeit das Hutgeschäft Burghoff und zum Jahresende Betten Kranefuß – zuletzt war gerade noch ein halbes Dutzend Händler Mitglied bei der „Neuen City“.

Als deren wichtigste Gemeinschaftsaufgabe verblieb laut Schmidt-Hellwig die Kostenbeteiligung an der Weihnachtsbeleuchtung. Für die gesamte Königsstraße schlagen Montage, Strom, Wartung und Einlagerung des Lichterschmucks jedes Jahr mit rund 75 000 Euro zu Buche.

Allen Händlern zwischen Rathaus und Stern ist klar: Wenn die Einkaufsmeile bis Ende des Jahrzehnts saniert und schick hergerichtet ist, muss auch die Weihnachtsbeleuchtung erneuert werden. Das will einvernehmlich geplant sein und wird einiges Geld kosten – mit der Fusion sind die Kaufleute dafür besser gerüstet.

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