In Wehlheiden gibt es erst in einem Jahr Entlastung 

Arbeiten in Wehlheiden bis Frühjahr 2017: Die wichtigsten Antworten zu den Baustellen

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Großbaustelle: Die Schönfelder Straße ist nur in Richtung Auestadion befahrbar.

Kassel. Die Baustellen zwischen Auestadion und Wilhelmshöher Allee sorgen für Verkehrsbehinderungen in Wehlheiden und der Südstadt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Können die Bauarbeiten von der Ludwig-Mond-Straße bis zur Wilhelmshöher Allee nicht besser aufeinander abgestimmt werden?

Nach Angaben der Stadt Kassel sind sie das. „Wir machen das bestimmt nicht, um jemanden zu ärgern“, sagt Binasa Bidzan-Cornelius vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt. Sowohl die Sperrungen als auch der Kanalbau in der Fortsetzung der Schönfelder Straße seien sinnvoll. So komme man mit den Arbeiten schneller und kostengünstiger voran als bei Teilsperrungen.

Wie lange dauern die Bauarbeiten noch?

Entlastung in Wehlheiden werde es erst nach Abschluss der Bauarbeiten im Frühjahr 2017 geben. Bis dahin soll die Kreuzung in Höhe der Sternbergstraße und der Heinrich-Heine-Straße umgebaut und mit einer Ampelschaltung versehen werden. Dafür hat sich der Ortsbeirat lange eingesetzt, der sich ebenso wie die Stadt mehr Sicherheit an der unübersichtlichen Kreuzung verspricht.

Gibt es zwischendurch ein bisschen Entlastung ?

Eine vierwöchige Unterbrechung der Arbeiten ist im August vorgesehen. Dann wird die Ludwig-Mond-Straße provisorisch als Ausweichstrecke gebraucht, weil in der Innenstadt die Rathauskreuzung umgebaut wird. Bis Ende Juli soll der Kanalbau an der Schönfelder Straße abgeschlossen sein. Die Sperrung wird aber ebenfalls nur vier Wochen im August aufgehoben. Danach verlegen die Städtischen Werke hier noch diverse Leitungen.

Wo gibt es noch Behinderungen?

Einen Engpass gibt es auch auf der Wilhelmshöher Allee in Höhe der Querallee. Dort haben die Vorarbeiten für den Kanalbau begonnen. Bis zum Sommer steht in jeder Richtung nur eine Fahrspur zur Verfügung. In den Ferien erneuert zudem die KVG die Gleise auf dem Abschnitt bis zur Rathauskreuzung.

Auch die Esmarchstraße ist gesperrt. Was ist da los?

Der öffentliche Kanal ist marode. Kasselwasser muss auf 400 Metern ein neues Steinzeugrohr verlegen, erklärt Sprecher Karsten Köhler. Kasselwasser bemühe sich, die Behinderungen durch verschiedene Reparaturverfahren möglichst gering zu halten. In diesem Fall müsse aber die Straße geöffnet werden. Das sei aber die einzige derartige Baustelle im Dreieck zwischen Frankfurter Straße, Ludwig-Mond-Straße und Wilhelmshöher Allee, sagt Köhler.

Wie sieht die Situation auf den Nebenstrecken aus?

Weil mehr Verkehr auf der Frankfurter Straße herrscht, weichen viele Autofahrer auf die Menzelstraße aus. Unfälle seien dort zwar noch nicht passiert, sagt Südstadt-Ortsvorsteherin Kerstin Saric. Aber für Fußgänger sei das Überqueren der Straße gefährlich geworden. Das Problem bestehe seit Monaten. „Hier ruckelt sich nichts ein, so kann es nicht weitergehen“, sagt Saric. Der Ortsbeirat wird womöglich vorschlagen, die Menzelstraße in Höhe der Landaustraße zur Einbahnstraße zu machen. Dann könnte man nicht mehr in Richtung Innenstadt durchfahren. Saric fürchtet, dass Autofahrer die ampelfreie Strecke für sich entdecken und auch künftig dort fahren: „Das müssen wir verhindern.“

Wie komme ich überhaupt noch vom Auestadion in den Westen oder die Innenstadt?

Wer in die Innenstadt will, hat zum Dauerstau auf der Frankfurter Straße kaum eine Alternative. Zur Wilhelmshöher Allee geht es von dort zwar noch über die Tischbeinstraße links ab. Entspannter, aber auch länger ist ab Auestadion der Umweg durch Niederzwehren und Süsterfeld-Helleböhn über Leuschner- und Eugen-Richter-Straße. Vorsicht vor dem Schleichweg am Auedamm: Auch an der Damaschkestraße wird gebaut.

Lesen Sie dazu: 

- Wegen Baustellen: Mehr Unfälle auf den Schleichwegen

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