Neue Erkenntnise aus der Wissenschaft

Ausstellung im Ottoneum: Auch der T-Rex hatte Federn

Begutachten die Dinosaurier: Die Volontärinnen des Naturkundemuseums, Annika Hesse (links) und Dagny Müller, sind Kuratorinnen der neuen Ausstellung. Foto: Koch

Kassel. Hatten auch die großen Dinosaurier Federn? Wie haben sich die Federn, Haare und Schuppen entwickelt? Um diese und weitere Fragen dreht sich die neue Sonderausstellung „Haare und Federn im Reich der Saurier“, die das Naturkundemuseum Kassel ab sofort zeigt.

„Neue Erkenntnise aus der Wissenschaft lassen vermuten, dass sich sowohl die Haare als auch die Federn und Schuppen aus einem gemeinsamen Ursprung, einem Auswuchs der Haut, entwickelt haben“, erzählt Dr. Kai Füldner, Leiter des Naturkundemuseums. Den Forschungen zufolge hätten auch Saurier wie der Tyrannosaurus Rex ein zartes Federkleid besessen.

Schutz vor Kälte

Die Federn hatten zunächst die Funktion, die Dinosaurier vor Kälte zu schützen. In der späteren Entwicklung wurde das Federkleid immer größer und bunter, was für die Saurier im Paarungs- und Balzverhalten eine wichtige Rolle gespielt hat. Letztlich wurden die Federn so groß, dass manche Dinosaurier sie zum Flug nutzen konnten, sagt Füldner. Einen besonderen Reiz erhalte die Ausstellung durch Exponate von Dinosauriern, die in der Region des heutigen Nordhessens gelebt haben, wie der Liliensternus und der Pareiasaurus. Dazu bestehe die Ausstellung aus Einzelstücken und sei so nur in Kassel zu sehen. „Geplant ist noch eine Erweiterung um Originalfunde aus der Region, die in der Zeit des Perms gelebt haben“, sagt Füldner.

Die Welt der Haare und Federn ist noch mindestens ein halbes Jahr - also mindestens bis Frühjahr2017 - im Naturkundemuseum zu sehen.

Das Museum am Steinweg 2 hat dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr, mittwochs von 10 bis 20 Uhr und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zur Ausstellung und zum Naturkundemuseum im Ottoneum sind im Internet unter www.naturkundemuseum-kassel.de zu finden.

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