MHK bittet um Respekt vor dem Welterbe

Besondere Regelungen: Im Bergpark achtet die Polizei auf das Böller-Verbot

Die Polizei ist wieder im Einsatz: Am Schloss Wilhelmshöhe werden auch in diesem Jahr wieder viele tausende Feiernde in der Silvesternacht erwartet. Archivbild: Schoelzchen

Kassel. Den Rutsch ins neue Jahr werden wieder tausende Menschen im Bergpark feiern. Damit das Welterbe auch an Silvester geschützt wird, gelten dort besondere Regelungen.

Der Hausherr, die Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK), und die Polizei appellieren an einen respektvollen Umgang mit der Parkanlage. Das zünden von Feuerwerk in der Nähe der historischen Bauwerke solle unterbleiben. Auch bitten MHK und Polizei darum, den Müll nach der Feier wieder mitzunehmen. In der Vergangenheit seien leider abgebrannte Böller und leere Sektflaschen von den Feiernden im Park zurückgelassen worden.

Zuletzt kaum noch Straftaten

Wie in den Vorjahren wird die Polizei in der Silvesternacht im Bergpark vor Ort sein. „Die sichtbare Präsenz der Polizei am Schloss und auch am Herkules hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass, entgegen früherer Zeiten, strafbare Handlungen nahezu ausblieben“, sagt Henning Hinn, Leiter des zuständigen Polizeireviers Süd-West.

Weil wegen des erwarteten Ansturms in der Silvesternacht die Verkehrslage rund um den Park angespannt sein wird, greift die Polizei auf ein bewährtes Verkehrskonzept zurück. Sobald die Parkplätze am Herkules gefüllt sind, stehen an der zum Wahrzeichen führenden Ehlener Straße einseitig weitere zahlreiche Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Sollten auch diese Abstellmöglichkeiten erschöpft sein, wird die Kreisstraße 6 am Ehlener Kreuz für Fahrzeuge gesperrt, um so die Rettungswege frei zu halten. Dies bedeutet unter Umständen etwas längere Fußwege zum Herkules.

„Wir möchten, dass die Menschen die Eindrücke der Silvesternacht im Bergpark als schöne Erinnerung mit nach Hause nehmen. Und das geht ganz sicher auch ohne unmittelbar am Schloss oder Herkules gezündete Feuerwerkskörper und ohne mit dem Auto bis an den Herkules heranzufahren“, so Lena Pralle, Sprecherin der MHK.

Das sagt die Stadt

Auch abseits des Bergparks gelten in der Silvesternacht Spielregeln für die Böllerei. In unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern dürften keine pyrotechnischen Gegenstände abgebrannt werden, sagt Stadtsprecher Sascha Stiebing. Wer gegen diese Bestimmung verstoße, begehe eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro geahndet werden könne. Die Einhaltung der Regeln kontrolliere die Polizei.

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