Anfang dieser Woche sind die Platten für die Becken geliefert worden

Freibad-Sanierung: Edelstahl-Wanne für Wilhelmshöhe

Der Edelstahl für das Becken ist angeliefert worden: (von links) Thilko Gerke, Geschäftsführer der Firma Rennert, und Projektleiter Marko Kaufhold schauten sich am Mittwochvormittag die Teile an. Fotos:  Schachtschneider

Bad Wilhelmshöhe. „Wir sind guter Dinge, dass am 1. Mai kommenden Jahres das Bad eröffnet wird. Wir liegen voll im Zeitplan“, sagt Thilko Gerke, Geschäftsführer der Firma Rennert, als er am Mittwochvormittag in dem einstigen Schwimmerbecken in Bad Wilhelmshöhe steht.

Das Kasseler Bauunternehmen ist - ebenso wie beim Freibad Harleshausen - Generalunternehmer für die Sanierung des Bades aus dem Jahr 1935. Die Stadt Kassel hat auch für das Bad an der Baunsbergstraße 3,3 Millionen Euro für die Sanierung zur Verfügung gestellt. Anfang dieser Woche hat die österreichische Firma Berndorf die Bauteile für das Edelstahlbecken geliefert. Mit rund 1300 Quadratmeter Edelstahlplatten soll das Becken nun verkleidet werden.

In den vergangenen Wochen haben die Mitarbeiter der Firma Rennert zunächst rund 800 Kubikmeter Beton in das alte 50-Meter-Becken gegossen. Da das sanierte Becken in unterschiedliche Bereiche für Schwimmer, Nichtschwimmer, Springer und Rutscher eingeteilt wird, hat es verschiedene Tiefen. „Im Springerbereich wird es 3,50 Meter tief“, sagt Gerke. Der Schwimmerbereich werde zwischen 2 Meter und 90 Zentimeter liegen. Damit wird das Becken zumindest an der einen Seite nicht mehr ganz so tief wie vor der Sanierung. Das hat finanzielle Gründe.

Bei einer größeren Tiefe hätte man eine andere Schwimmbadtechnik installieren müssen, die mehr Wassermengen umwälzen könne und damit wesentlich teurer sei, erklären Gerke und Kaufhold. Das würde später auch zu höheren Unterhaltskosten für die Städtischen Werke, Betreiberin des Bades, führen.

Bis Ende August soll der österreichische Subunternehmer, der auf Edelstahlbecken spezialisiert ist, die Wandteile einbauen, sagt Gerke. Dann werden diese Teile von Rennert wiederum einbetoniert. Gleichzeitig wird damit begonnen, die Schwimmbadtechnik im Becken zu installieren. Ende Oktober sollen dann die Bodenbleche im Becken installiert werden.

Es sei wichtig diesen Zeitplan einzuhalten, weil es mindestens noch fünf bis sieben Grad warm sein muss, um die Nähte der Edelstahlplatten schweißen zu können, sagt Rennert. Die Installation der weiteren Schwimmbadtechnik (Pumpen und Rohrleitung) sei da wetterunabhängiger und sei deshalb bis Dezember eingeplant.

Freibad-Sanierung in Wilhelmshöhe: Jetzt kommt die Edelstahl-Wanne

Mitte August soll zudem noch mit der Verlegung der Kanäle begonnen werden, sagt Projektleiter Kaufhold. Dafür werde ein neuer Graben in Richtung Baunsbergstraße ausgehoben, in dem die neuen Abwasser- und Frischwasserleitungen sowie die Leitungen für Fernwärme Platz finden.

Der Rohbau für die Umkleidekabinen ist derweil schon fertig, der Bau des neuen Eingangsgebäudes mit Kassenhäuschen und Personalräumen soll noch im August in Angriff genommen werden.

Zudem hofft der Bauunternehmer auf einen milden Winter, damit auch der Landschaftsbau bis zum 1. Mai 2017 abgeschlossen ist.

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