Verein Bürger für das Welterbe fordert mehr Parkaufsichten

Gäste scheren sich nicht um Regeln im Kasseler Bergpark

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Häufiges Bild: Viele Bergpark-Besucher führen ihre Hunde nicht an der Leine, obwohl es die Parkordnung verlangt. Diese Frau hatte zumindest einen ihrer Hunde (vor ihr) angeleint. Vor kurzem wurde ein Kind im Park von einem freilaufenden Hund gebissen.

Kassel. Freilaufende Hunde, Müll, Lagerfeuer und Vandalismus: Nicht alle Besucher des Bergparks halten sich an die Regeln.

Der Verein Bürger für das Welterbe, der sich seinerzeit für den Weltkulturerbetitel eingesetzt hatte, fordert deshalb ein kultiviertes Verhalten der Gäste und den Einsatz von mehr Parkaufsichten. Ihre Mitglieder seien besorgt über die vielen Fälle der Missachtung von Regeln, teilt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Gisela Wiegand mit.

Nur eine Minderheit von Hundehaltern halte sich – ähnlich wie in der Karlsaue – an die Anleinpflicht im Park. Erst kürzlich war ein Junge von einem Hund gebissen worden. Zudem werden regelmäßig Vögel im Park Opfer von Hunden.

Aus Sicht des Vereins sind die Hunde längst nicht das einzige Problem: So werde im Bergpark gegrillt, wie kürzlich an einem Lagerfeuer im Irrgarten an der Löwenburg. Müll, aggressives Fahrradfahren auf den Parkwegen, Fußballspielen auf den historischen Rasenflächen und Klettern auf uralten Bäumen seien weitere Missstände.

Mehr zum Bergpark lesen Sie in unserem Regiowiki.

„Eine Parkordnung, deren Nicht-Einhaltung keine Konsequenzen hat, wird auf Dauer nutzlos“, sagt Wiegand. Es reiche nicht aus, an denEingängen kaum lesbare Schilder aufzustellen. In anderen Parks wie etwa in Potsdam gebe es Wächter, die sich durchsetzen könnten. Die Gäste müssten besser aufgeklärt werden, wie wichtig es sei, die Gartendenkmäler für die nächste Generation zu erhalten.

Vandalismus ist auch für die Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK) ein Ärgernis: So wurden die Leuchten an dem Fußweg an der Tulpenallee mutwillig zerstört. Schon jetzt seien im Bergpark an den Wasserspieltagen und zeitweise an Werktagen Aufsichten unterwegs. Bei Konflikten würden diese die Polizei verständigen. Der private Sicherheitsdienst hat selbst keine Befugnis, ein Bußgeld zu verhängen oder Platzverweise zu erteilen.

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