Schon 25 Jahre im Gefängnis verbracht

Gesuchter Straftäter stellte sich freiwillig: „Draußen komme ich nicht klar!“

Kassel. Weil er offenbar in Freiheit nicht zurecht kommt, hat sich am Montagmorgen ein gesuchter Straftäter aus Brandenburg im Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe freiwillig bei einer Streife der Bundespolizei gestellt.

Der 59-jährige Mann fragte die Beamten, ob sein Haftbefehl schon vorläge. Nach schneller Überprüfung konnten ihm die Polizisten Gewissheit verschaffen.

Nach Angaben von Klaus Arend, Sprecher der Bundespolizei Kassel, sagte der Mann: „Draußen komme ich nicht klar!“ Wegen zahlreicher Straftaten habe der Brandenburger bisher rund 25 Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht.

Zuletzt verurteilte ihn ein Gericht wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz zu einer Geldstrafe von 750 Euro. Der Mann war nach eigenen Angaben als Besucher bei einer Gerichtsverhandlung mit so genannten „Polenböllern“ erwischt worden.

Da er die Geldstrafe nicht zahlen konnte, verbringt er die nächsten 50 Tage hinter Gittern. Die Bundespolizisten hatten ihn am Montag in die Justizvollzugsanstalt Kassel I nach Wehlheiden gebracht.

Bereits am Samstag ging zwei Bundespolizisten - ebenfalls im IC-Bahnhof- ein 38-Jähriger aus Kassel ins Netz. Der Mann war wegen Körperverletzung im Juni 2015 zu einer einjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Strafe hatte er bislang nicht angetreten. (use)

Rubriklistenbild: © dpa

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