Bad Wilhelmshöhe und Vorderer Westen

Kliniken der Vitos Kurhessen wachsen in die Höhe

Richtfest: Beim Baufortgang der Vitos Kinder- und Jugendpsychiatrie im Vorderen Westen sieht man schon genau die Gebäudeausmaße und das Terrain für die Außengestaltung (hier von der Freiherr-vom-Stein-Straße aus betrachtet). Fotos:  Felix Schröder/nh

Kassel. Das Besondere an diesen beiden Großprojekten, den Neubauten von gleich zwei Kliniken der Vitos Kurhessen, ist ihr beeindruckender Zeitplan: Er verläuft getaktet, fast auf den Tag genau - von der Grundsteinlegung bis zur Einweihung im nächsten Jahr - parallel.

Gerade mal zehn Monate nach Baubeginn ist der Rohbau für die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) an der Herkulesstraße ebenso wie für das neue Haus für die Erwachsenen-Psychiatrie in Bad Wilhelmshöhe abgeschlossen. Gestern wurden sowohl an der Herkulesstraße als auch an der Wilhelmshöher Allee Richtfeste gefeiert.

Vitos-Klinik für die Erwachsenen-Psychiatrie: Auch der Rohbau in Bad Wilhelmshöhe ist bereits hochgezogen. Hier wurde gestern ebenfalls Richtfest gefeiert.

Für den KJP-Klinikbau sind 18,3 Millionen Euro veranschlagt. Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration stellt 14,33 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. In Bad Wilhelmshöhe, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Orthopädischen Klinik, investiert Vitos Kurhessen für die Erwachsenenpsychiatrie 20 Millionen. Das Land Hessen hat 1,79 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung gestellt.

„Mit der Fertigstellung der Rohbauarbeiten liegen wir genau im Zeitplan“, sagt Andreas Ruß vom Architekturbüro WRL Architekten aus Frankfurt. An der Herkulesstraße haben inzwischen die weiterführenden Gewerke wie Fenstereinbau und Dacharbeiten begonnen. Sie seien allerdings durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen stark beeinträchtigt worden.

Sanitärarbeiten laufen

Seit April laufen die Sanitär- und Lüftungsarbeiten sowie Trockenbau- und Elektroarbeiten. „Nach derzeitigem Stand kann im Sommer 2017 mit der Möblierung und der Einrichtung begonnen werden“, sagt Unternehmenssprecherin Andrea André. In der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie wird es 60 stationäre und 18 tagesklinische Behandlungsplätze geben. Sie bietet auch der Käthe-Kollwitz-Schule für Kranke des Landeswohlfahrtsverbands Hessen (LWV) Raum.

In dem Neubau sollen psychisch kranke Kinder und Jugendliche Räumlichkeiten als Schutz, zur Förderung der Genesung und Aktivierung sowie dem Erlernen neuer Fertigkeiten bekommen.

„In dem neuen Haus versuchen wir, den Patienten gute Bedingungen für ihre weitere Entwicklung zu schaffen“, betont Geschäftsführer der Vitos-Holding, Reinhard Belling, Anlässlich des gestrigen Richtfests lobte er den reibungslosen Ablauf der bisherigen Arbeiten und den Baufortschritt.

Hintergrund: Bau in Zahlen

In Bad Wilhelmshöhe und im Vorderen Westen liegen die Arbeiten an den Vitos-Kliniken gut im Zeitplan.

70  Arbeiter sind zurzeit auf beiden Baustellen im Einsatz.

1510  Tonnen Stahl sind bis jetzt verbaut worden.

12 000 Kubikmeter Beton haben die Baustellen verschlungen.

16 120 000 Euro steuert das Land Hessen bei.

38 200 000 Euro investiert Vitos Kurhessen in beide Klinik-Bauten.

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