Auf 1,6 Kilometern Länge

Kassels längste Baustelle: An der Willi-Allee werden Schienen und Kanäle erneuert

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Vorbereitungen für den Gleisbau: Ein graues Schotterband erstreckt sich über 1,6 Kilometer auf der Wilhelmshöher Allee. Hier werden neue Schienen und ein Rasengleis verlegt.

Kassel. Die gute Nachricht: Bisher gehen die Arbeiten von der Rathauskreuzung bis zur Wilhelmshöher Allee in Wehlheiden richtig gut voran.

Die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) wird nach dem derzeitigen Stand pünktlich mit dem Gleisbau fertig. Bis zur Museumsnacht am Samstag, 3. September, sollen die Straßenbahnen wieder wie gewohnt fahren. Auch der Kanalbau macht Fortschritte.

Noch zieht sich in der Mitte der Wilhelmshöher Allee ein graues Schotterband. Auf 1,6 Kilometern erstreckt sich Kassels längste Baustelle des Sommers. Hier erneuert die KVG die 30 Jahre alten Schienen. Deshalb können in diesem Bereich derzeit keine Straßenbahnen fahren.

Baustelle Wilhelmshöher Allee: Hier sind Polier Marwin Töpfer (links) und Emin Orocoglu im Einsatz.

Wenn die Arbeiten beendet sind, soll die Alleemit einem neuen Rasengleis zu einem grünen Band werden. Im Gegensatz zu früher kann der Rasen dann über eine unterirdische Leitung bewässert werden. Die Zeiten, in denen im Sommer nur ein unansehnlicher grau-brauner Streifen übrig blieb, sind dann vorbei. Diese Arbeiten sind Bestandteil der Aufwertung der Wilhelmshöher Allee. Die soll attraktiver und mit mehr Bäumen bepflanzt werden. Geld dafür gibt es aus Programmen von Bund und Land, mit denen Weltkulturstätten gefördert werden. Dafür stehen in Kassel 2,1 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Arbeiten an dem Rasengleis werden im Frühjahr zwischen der Querallee und dem Kirchweg fortgesetzt.

Noch bis November wird der Kanal zwischen der Querallee und der Einfahrt zum Königstor erneuert. Die Rohre sind zum Teil über 100 Jahre alt. „Der Kanal wird außerdem von der Straßenmitte an den Rand verlegt“, sagt Jörg Schüßler vom Straßenverkehrs- und Tiefbauamt der Stadt.

Wenn der Kanal nicht mehr unter den Schienen liegt, erleichtert das die Wartungs- und Reparaturarbeiten.

Während der Wehlheider Kirmes müssen Autofahrer auf der Wilhelmshöher Allee stadteinwärts in Höhe der Querallee mit Wartezeiten rechnen. Durch die Sperrungen für die Kirmes muss der Verkehr über diese Engstelle umgeleitet werden.

Entwarnung gibt es in Etappen. Nach den Sommerferien soll der Gleisbau abgeschlossen sein, im November der Kanalbau und im Frühjahr alle anderen Arbeiten zwischen Ludwig-Mond-Straße und Wilhelmshöher Allee.

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