Julius Hege (17) zeigt außergewöhnliche Leistungen

Mathe-Ass aus Kassel bei der Olympiade

Ein Mathe-Ass: Julius Hege in der Schulbibliothek im Wilhelmsgymnasium in Kassel. Foto: Serdar Arslan

Kassel. Einige haben ein Talent für sie, andere wiederum können sie nicht ausstehen: Die Mathematik bereitet vielen Schülern Kopfzerbrechen. Nicht aber Julius Hege (17). 

Er ist der Schüler der Jahrgangsstufe Q2 des Wilhelmsgymnasiums in Kassel, der Wettbewerb um Wettbewerb gewinnt.

Vor Kurzem hat er erfolgreich an der landesweiten Matheolympiade teilgenommen und darf jetzt als Erstplatzierter im hessischen Team am Bundeswettbewerb teilnehmen. Seinem Mathelehrer Harald Oehl ist sein Talent bereits seit Langem bewusst. „Es kommt vor, dass er sich im Matheunterricht langweilt“, sagt Oehl lachend. Dennoch bemüht er sich darum, Julius zu fördern, beispielsweise indem er ihm die Teilnahme an Wettbewerben nahelegt.

Mittlerweile ist Julius, was Wettbewerbe angeht, sehr erfahren. Er hat neben der Matheolympiade erfolgreich am Tag der Mathematik und an der bundesweiten Physikmeisterschaft teilgenommen. In der Schule liegen seine Stärken nicht nur auf ein Unterrichtsfach begrenzt. Er zeigt auch in anderen naturwissenschaftlichen Fächern sehr gute Leistungen. Seine Leistungskurse sind Mathe und Physik, für die er im Zeugnis jeweils 15 Punkte bekommen hat. Aber auch für seine sonstigen Noten muss Julius sich nicht schämen, sein Notendurchschnitt liegt bei erstaunlichen zwölf Punkten.

Seine Erfolge bleiben aber nicht nur auf die Schule beschränkt, er besucht bereits Vorlesungen der Uni Kassel. Dort sitzen außer ihm nur Studenten, die aber nicht wissen, so Julius, „dass ich noch Schüler bin“. Erst kürzlich hat er im Rahmen seines Frühstudiums in der Vorlesung „Geschichte der Analysis“ eine 0,7, die bestmögliche Note, geschrieben. „Das meiste davon habe ich mir selbst beigebracht“, erzählt Julius. Deswegen bereite ihm der Uni-Stoff auch keine Schwierigkeiten.

Damit tritt er auch in die Fußstapfen seines großen Bruders, der ebenfalls ein Mathe-Ass ist und in Bonn studiert. „Wir sind uns auf eine gruselige Weise sehr ähnlich“, sagt Julius grinsend. Er möchte ihm folgen und ebenfalls Mathematik studieren, ist sich aber noch nicht sicher, ob er in Zukunft in Kassel bleibt.

Eins ist für ihn mit seinen 17 Jahren aber schon klar: „Nach meinem Bachelor will ich meine akademische Laufbahn fortsetzen und anschließend in die Forschung gehen.“

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