War es ein Fluch?

Rüstung in der Löwenburg: Legende vom Schwarzen Ritter

Blick in die Waffenkammer: Hier ist auch die Rüstung des Schwarzen Ritters zu sehen.

Kassel. Angeblich kommt der Schwarze Ritter alle 17 Jahre aus seiner Gruft und streift durch den Bergpark. Für die Legende gibt es ein historisches Vorbild.

Beim Begräbnis von Wilhelm I. im Februar 1821 sollte dem Kurfürst ein letzter Wunsch erfüllt werden. Er wollte, dass ein in schwarz gekleideter Ritter den Trauerzug anführt und für den Verstorbenen Einlass in die Unterwelt erbittet.

Lexikonwissen:

Die Löwenburg im Regiowiki

Der Haken an der Geschichte: Angeblich hatte derjenige, der die schwarze Rüstung anlegte, nicht mehr lange zu leben. Zunächst gab es keinen Freiwilligen, aber einen jungen Mann aus dem Gefolge des Kurfürsten konnte das nicht schrecken.

Christian von Eschwege übernahm die Aufgabe. Dreimal ritt er am Trauerzug vorbei bis zur Kapelle der Löwenburg. Der Kurfürst wurde begraben, der junge Mann hatte seine Aufgabe erfüllt. Doch nur wenige Tage später wurde er ernsthaft krank. Er sollte sich nicht mehr erholen und starb wenig später.

Woran das lag? Manche meinten, der Fluch des Schwarzen Ritters sei dafür verantwortlich gewesen. Doch es gibt auch eine andere Erklärung. Wahrscheinlich hatte Christian von Eschwege durch die körperliche Anstrengung beim Reiten unter der Rüstung stark geschwitzt und sich dann verkühlt. Überliefert ist, dass er an einer Lungenentzündung starb. Sein Grabstein steht im Museum für Sepulkralkultur, die Rüstung kann man in der Löwenburg besichtigen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.