Gleisarbeiten im Zeitplan

35 Tonnen auf der Schiene: Schwere Maschine an der Wilhelmshöher Allee

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Schieben und drücken: Computergesteuert bewegt sich die Gleisstopfmaschine langsam voran.

Kassel. Dieses Schienenfahrzeug kommt nur im Schritttempo voran, ist mit 35 Tonnen ein echtes Schwergewicht und für die Arbeiten an der Wilhelmshöher Allee unverzichtbar.

Die so genannte Gleisstopfmaschine wird bis zum Mittwoch den Schotter unter den neuen Schienen so verdichten, dass dort schon bald wieder Straßenbahnen fahren können.

„Wir wollen hier bis zum 22. August fertig werden, und das schaffen wir auch“, sagt Reiner Brandau, Bauleiter bei der Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG). Im Gegensatz zum Gleisbogen an der Rathauskreuzung wurden für die Wilhelmshöher Allee alle Gleise pünktlich geliefert. Trotz der Verzögerungen am Rathaus werde man alles daransetzen, den Zeitplan einzuhalten. Ab 29. August sollen wieder Straßenbahnen über die Königsstraße fahren.

Schwergewicht auf der Wilhelmshöher Allee: 35 Tonnen wiegt die Maschine, mit der der Schotter für die neuen Straßenbahngleise bearbeitet wird.

Die Voraussetzungen dafür werden auch auf der Wilhelmshöher Allee geschaffen. Bis vor wenigen Tagen war hier noch ein grauer Schotterstreifen zwischen der Humboldtstraße und der Querallee zu sehen. Mittlerweile liegen fast durchgängig die neuen Schienen. Auf eine Strecke von 630 Metern besteht der Untergrund aus Schotter, im Bereich der Haltestellen aus Beton.

Zwei Tage braucht die gelbe Spezialmaschine, die aus Bochum nach Kassel transportiert wurde, um den Schotter zu verdichten. Ein einziger Durchgang reicht allerdings nicht. Im Oktober muss die Strecke noch einmal bearbeitet werden.

Die Gleise an der Wilhelmshöher Allee waren 30 Jahre alt und hätten ohnehin bald ausgetauscht werden müssen. Wegen der Arbeiten an der Rathauskreuzung und der geplanten Umgestaltung der Wilhelmshöher Allee wurde das vorgezogen. Auch die Kanäle rund um die Kreuzung Querallee werden erneuert.

Mit mehr Bäumen und einem grünen Rasengleis soll die Wilhelmshöher Allee als Verbindung in den Bergpark aufgewertet werden. Bund und Land fördern das mit 2,1 Millionen Euro. Das Rasengleis soll in zwei Abschnitten in den Herbstferien und im Frühjahr angelegt werden.

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