Gute Noten für den Kurbetrieb

Bad Wilhelmshöhe: Heilwasser und Luft haben ausgezeichnete Qualität

Entspannung pur: Auch das Wasser der Kurhessen Therme wurde auf seine Heilwirkung untersucht. Archivfoto:  Schachtschneider

Bad Wilhelmshöhe. Die Prüfung ist bestanden, Bad Wilhelmshöhe bleibt auch für die kommenden zehn Jahre Heilbad und Kneippheibad.

Die Urkunde soll am kommenden Dienstag überreicht werden. Das teilte Kassel Marketing jetzt mit.

Die Prüfung, bei der es unter anderem um die Qualität der Themalsole, der Luft, der Kurwege und des kulturellen Angebots für die Gäste ging, läuft schon seit Juli 2015. Nach einer abschließenden Begutachtung durch den Hessischen Fachausschuss für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen steht steht die positive Bewertung jetzt fest.

Das Herzstück des Kurbetriebs, den sich die Kommission angesehen hat, ist die Kurhessen Therme. Dort gibt es das Thermalsolebad, das Kur- und Badehaus sowie die Saunalandschaft, die gerade erweitert wurde. Hinzu kommen die Habichtswaldklinik und der Bergpark mit seinen Kneipp-Anlagen. Zwei von ihnen in der Nähe der Löwenburg wurden ebenso erneuert wie die Schilder für den Kurbezirk.

Gut für gesundheitsfördernde Aktivitäten sind auch die medizinisch zertifizierten Wege im Bergpark. Positiv aufgenommen wurde das kulturelle Programm im Kurbezirk – unter anderem durch die Museen im Schloss Wilhelmshöhe – sowie das insgesamt als ansprechend bewertete Beherbergungsangebot.

Das Flaggschiff ist dabei das Schlosshotel mit seinem Wellnessbereich. Im Kurbezirk ist es das einzige Haus, das die Bewertung Vier Sterne Superior hat.

Bestandteil der Prüfung war die umfangreiche Heilwasseranalyse der Thermalsolequelle aus dem Jahr 2014. Die erfüllt weiterhin alle Anforderungen. Durch ein neues Luftgutachten wurde zudem die positive Tendenz der vergangenen Jahre bestätigt. Bis zur Grenzöffnung sorgte neben den Autoabgasen dicke Luft aus Braunkohleschloten im Osten für bedenkliche Werte. Das hat sich grundlegend geändert. Das aktuelle Gutachten attestiert Bad Wilhelmshöhe eine gute Luftqualität. Die ist laut Kassel Marketing sogar im Vergleich zu anderen Kurorten überdurchschnittlich.

Gesundheitstourismus

Das seien sehr gute Voraussetzungen, dass der Gesundheitstourismus in Bad Wilhelmshöhe Zukunft habe, sagt Andreas Bilo, der Geschäftsführer von Kassel Marketing. Der Kurbezirk knüpft damit an eine Tradition aus dem 19. Jahrhundert an. Dem Leibarzt von Reichskanzler Bismarck, Ernst Schweninger, wird folgender Satz aus dem Jahr 1890 zugeschrieben: „In Wilhelmshöhe ist jeder Atemzug einen Taler wert.“

Lexikonwissen: Bad Wilhelmshöhe im HNA-Regiowiki

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