3.3 Millionen Euro Kosten

Sanierung bis 2017: So wird das neue Wilhelmshöher Bad

Eindrucksvolles Luftbild vom Freibad Wilhelmshöhe: Aus der Vogelperspektive sieht man vorn das Schwimmerbecken, dahinter den Nichtschwimmerbereich und den Neubau für die Umkleiden. Foto: Thomas Prall

Kassel. Das Gelände des Freibades Wilhelmshöhe ist eine Großbaustelle. Aus der Luft wird das besonders deutlich. Bis zum Frühjahr 2017 wird das Bad komplett saniert. Mittlerweile sind die Baufortschritte gut zu erkennen.

In den Hang zur Kurhausstraße wird ein neues Funktionsgebäude für die Umkleiden, die Duschen, Technik und die Toiletten gebaut. Von dem wird man später nur noch die Frontpartie sehen. Das Dach soll begrünt und als Liegefläche genutzt werden. Rechts und links von dem Gebäude wird der Hang wieder aufgeschüttet. „Das ist eine sehr gelungene Planung der Städtischen Werke“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins Freibad Wilhelmshöhe, Kuno Hottenrott.

Der Verein will sich weiter mit Eigenleistungen und Spenden an der Sanierung und dem Betrieb des Bades beteiligen. Das stammt aus dem Jahr 1935 und stand zwischenzeitlich vor dem Aus. Mittlerweile ist klar, dass die Stadt 3,3 Millionen Euro für ein runderneuertes Freibad in die Hand nimmt. Mehr darf es nicht kosten. Dafür soll ebenso wie in Harleshausen die Kasseler Baufirma Rennert sorgen, die sich bei der Ausschreibung als Generalunternehmer durchgesetzt hat.

Zu den dicksten Brocken bei der Sanierung gehört das große Schwimmerbecken des Bades. Wie in eine große Wanne sollen hier Edelstahlelemente eingebaut werden. Die Wasseraufbereitung kommt platzsparend unter die bisherige Betonwanne. Nach Angaben der Städtischen Werke bleibt das Hauptbecken 50 Meter lang mit einem Schwimmer- und einem Nichtschwimmerbereich. Es soll fünf durchgängige Bahnen sowie eine Plattform mit Ein-Meter-Sprungbrett sowie einem Aufsichtsbereich für die Schwimmmeister geben (siehe Grafik).

Das historische Cafégebäude, das vom Abriss bedroht war, hat der Förderverein gekauft und mit viel Eigenleistung der Mitglieder saniert. Insgesamt wurden bereits Spenden in Höhe von 200 000 Euro gesammelt.

Ohne Treppen zur Poolbar

Spenden sammelt der Förderverein für einen Lift, der den barrierefreien Zugang von der oberen Ebene des Cafégebäudes zur Terrasse mit Poolbar auf Beckenhöhe ermöglicht. Die Bar selbst will der Verein auf jeden Fall weiterbetreiben. Bis zur geplanten Wiedereröffnung des Bades am 1. Mai 2017 soll die Infrastruktur für die Poolbar modernisiert werden. Neben der großen Rutsche, die für jüngere Besucher eine Attraktion werden soll, sind auch Beachvolleyball und weitere sportliche Angebote geplant.

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