26 Bahnsteige in Kassel

An 15 Haltestellen: Bahnsteige werden für die Tram-Beiwagen verlängert

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Soll nicht nur verlängert, sondern auch verbreitert werden: die Straßenbahn-Haltestelle „Eisenschmiede“ an der Ihringshäuser Straße. Dafür muss etwa ein Meter Gehweg am rechten Fahrbahnrand in Richtung Innenstadt wegfallen.

Kassel. Um Straßenbahnen mit anhängenden Beiwagen fahren zu lassen, will die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) ab Herbst 26 Bahnsteige an 15 Haltestellen ausbauen.

Die Bahnsteige der Haltestellen müssen jeweils um etwa fünf Meter verlängert werden, damit künftig die rund 45 Meter langen Trams mit Anhänger dort halten können.

KVG-Vorstand Dr. Thorsten Ebert erwartet, dass der im Herbst beginnende Ausbau der Haltestellen in einem Jahr abgeschlossen sein wird. Verlängert werden sollen die Bahnsteige an der Straßenbahn-Strecke von der Stadtgrenze zu Baunatal über die Frankfurter Straße bis zur Ihringshäuser Straße sowie auf der Helleböhnstrecke zwischen Walter-Schücking-Platz und Oberzwehren-Mitte.

Dort will die KVG nach Eberts Angaben künftig nicht nur in Stoßzeiten, sondern den ganzen Tag über Straßenbahnen mit Beiwagen einsetzen, um die kontinuierlich gewachsenen Fahrgastzahlen zu bewältigen. Von 2011 bis 2014 sei die Zahl der jährlichen Fahrgäste von 39,5 auf 46 Millionen gestiegen. „Da wir davon ausgehen, dass wir auch in Zukunft mehr Menschen für den ÖPNV gewinnen können, verschaffen uns die Beiwagen die notwendigen Kapazitäten“, sagte Ebert. Wie berichtet, hatte die KVG die gebrauchten Tram-Anhänger in Rostock gekauft und rüstet sie derzeit für den Einsatz in der Stadt Kassel um.

Kosten von zwei Mio. Euro

Bei der geplanten Verlängerung werden die Bahnsteige barrierefrei ausgebaut - inklusive stufenlosem Ein- und Ausstieg sowie Leitstreifen für Sehbehinderte. Die Gesamtkosten für die Erneuerung der Haltestellen und Bahnsteige im Stadtgebiet werden auf knapp zwei Millionen Euro geschätzt.

1,2 Millionen Euro schießt das Land Hessen dem Ausbau in Kassel zu. Verkehrs-Staatssekretär Mathias Samson hat der KVG den Förderbescheid am Mittwoch an der Haltestelle „Eisenschmiede“ (Ihringshäuser Straße) übergeben. Dort soll nicht nur der Bahnsteig von rund 40 auf 45 Meter verlängert, sondern soll auch die enge Haltestelle verbreitert werden, kündigte KVG-Vorstand Ebert an. Dazu wird etwa ein Meter des bisherigen Gehweges am rechten Fahrbahnrand in Richtung Innenstadt wegfallen. Eine Verbreiterung sei auch bei weiteren Haltestellen vorgesehen.

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