Bauchaortenaneurysma – die unerkannte Gefahr

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Aortentag im Klinikum Kassel

Das Klinikum Kassel lädt zum Aortentag am Samstag, den 17.9.2016 ein.

Allein in Deutschland sterben jährlich mehrere Tausend Menschen an den Folgen einer geplatzten Bauchschlagader. Das Gefährliche an einer erweiterten Bauchschlagader, dem sogenannten Bauchaortenaneurysma (kurz BAA), ist die Tatsache, dass die Betroffenen in der Regel keine Symptome bemerken, die konkret auf diese Erkrankung hinweisen. Umso wichtiger ist es, sich über diese unerkannte Gefahr zu informieren und an entsprechenden Vorsorgeverfahren teilzunehmen.

Aortentag im Klinikum
Kassel - Am Samstag, den 17.9.2016 findet in der Klinik für Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie der Aortentag statt.
  
Zwischen 9:30 und 16 Uhr können interessierte Besucher verschiedene Vorträge zum Thema anhören und sich einem Ultraschall-Screening, einer schmerzlose Vorsorgeuntersuchung zur frühzeitigen Erkennung eines Bauchaortenaneurysma, unterziehen.
Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne vorherige Anmeldung möglich.

Die Vorträge - Haus E / Ebene 8
9:30 - 9:45 Uhr Bauchaortenaneurysma – die unerkannte Gefahr!
9:50 - 10:05 Uhr Bauchaortenaneurysma – diagnostische Möglichkeiten
10:10 - 10:25 Uhr Bauchaortenaneurysma – Therapieoptionen

Die Untersuchungen – Haus D / Ebene 7

Ultraschalluntersuchung 11.00 bis 16.00 Uhr

Was ist Bauchaortenaneurysma (BAA) und warum ist es gefährlich?
Ein BAA ist eine krankhafte Erweiterung der Bauchschlagader. Man spricht von Bauchaortenaneurysma, wenn der Durchmesser der Bauchaorta mehr als 30mm groß ist. Statistischen Hochrechnungen zufolge gibt es in Deutschland etwa 250.000 Betroffene. Die Erkrankung kann durch das plötzliche Platzen der Bauchschlagader verbunden mit inneren Blutungen überraschend zum Tod führen.

Was sind die Risikofaktoren für die Entstehung des Bauchaortenaneurysmas?

Die Gefäßverkalkung spielt eine wichtige Rolle für die Entstehung des BAA. Betroffen sind vorwiegend ältere Menschen ab ca. 60 Jahren. Zehn Prozent der männlichen Bevölkerung über 65 Jahre tragen die tödliche Gefahr in sich. Bei Frauen der gleichen Altersgruppe kommt die Erkrankung bei 0,5 bis 1 Prozent vor. Zu den Risikogruppen zählen weiterhin Menschen mit erhöhtem Blutdruck oder Fettstoffwechselstörung, einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und Raucher. Unbestritten ist, das BAA familiär gehäuft auftritt.

Welche Bedeutung hat das Bauchaortenaneurysma für die Betroffenen?
Die Gefahr, die vom BAA ausgeht, besteht im Risiko, dass die Schlagader platzt (Ruptur). Dieses Risiko steigt mit zunehmendem Durchmesser des Aneurysmas. Prinzipiell sollte ein BAA ab einem Durchmesser von 5,0-5,5cm behandelt werden. Das Risiko einer Ruptur bei unbehandelten Aneurysmen innerhalb fünf Jahren beträgt bei einem Durchmesser bis 6 cm 25% und größer als 7 cm 75%. In über 80% der Fällen endet die Ruptur eines BAA tödlich.

Welche Beschwerden verursacht ein Bauchaortenaneurysma?
Das Gefährlichste am BAA ist, dass es von den Patienten meist nicht bemerkt wird. Durch plötzliche Größenzunahme können Rückenschmerzen auftreten, die häufig als Wirbelsäulenleiden oder Nierenschmerzen fehlgedeutet werden.

Was ist ein Bauchaortenaneurysma-Screening?
Bei einem Screening werden eine klinische Untersuchung und eine Sonografie durchgeführt. Bei einem BAA mit einem Durchmesser größer 5 cm wird eine Behandlung empfohlen. Kleinere Aneurysmen sollten in regelmäßigen Abständen mit Ultraschall überwacht werden. Durch diese Maßnahmen konnte in den USA die Sterblichkeit infolge eines Bauchaortenaneurysmas bei Männern zwischen 65 und 75 Jahren bis zu 43% gesenkt werden.

Wie können Bauchaortenaneurysmen behandelt werden?
Welche Art der Therapieoptionen eingesetzt wird, hängt von anatomischen und medizinischen Besonderheiten des einzelnen Patienten ab.
Möglich sind eine offene oder eine minimalinvasiv kathetergestützte Operation.
Die minimalinvasiv-kathetergestützte Therapie, auch endovaskuläre Stentprothesenimplantation (EVAR) genannt, eignet sich vor allem für Patienten, bei denen die chirurgisch offene Operation eine große Belastung darstellt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen, bietet das Klinikum Kassel am Aortentag am 17.9. von 9:30 bis 16 Uhr

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