"Ein Unentschieden wäre für beide Mannschaften gut"

In Belfast geborener HNA-Volontär: Das sagt er zum EM-Spiel gegen Nordirland

Mit kämpferischer Faust im Trikot der nordirischen Nationalmannschaft: Max Morrison aus Kassel hofft bei dem EM-Spiel zwischen Deutschland und Nordirland auf ein Unentschieden. Foto: Braun/nh

Kassel. In Belfast geboren, in Kassel lebend: Max Morrison (24) hofft vor dem Europameisterschaftsspiel zwischen Deutschland und Nordirland auf eine Punkteteilung.

Egal, wie die Chancen stehen: Fußballfans hoffen immer auf einen Sieg ihrer Mannschaft - selbst wenn es dazu eines Wunders bedarf. Beim Europameisterschaftsspiel zwischen der deutschen und der nordirischen Nationalmannschaft am Dienstagabend macht Max Morrison eine Ausnahme. Der in Belfast geborene und in Kassel lebende 24-Jährige hofft diesmal auf eine Punkteteilung.

Ein Unentschieden wäre für beide gut, denn es würde sehr wahrscheinlich sowohl dem deutschen als auch dem nordirischen Team den Weg in das Achtelfinale ebnen. „Ich denke, es wird ein 0:0-Unentschieden oder ein 1:0-Sieg für Deutschland werden“, sagt Morrison, der 2016 sein Volontariat bei der HNA begonnen hat und gerade ein Seminar in Bonn besucht.

Die Spiele der Nordiren hat er bereits in der EM-Qualifikation aufmerksam verfolgt. Er setzt auf die gute Abwehr. Die Mannschaft habe bei den ersten beiden EM-Spielen gegen Polen und die Ukraine gut hinten drin gestanden. „Abschlachten werden uns die Deutschen daher nicht“, zeigt sich der gebürtige Nordire überzeugt. „Mit einem Unentschieden wäre ich sehr zufrieden. Ein Sieg für uns wäre eine echte Überraschung.“

Nordirlands Fußballer seien ohne große Erwartungen zur Europameisterschaft nach Frankreich gekommen, allein die Teilnahme an der Endrunde habe gezählt. Mit dem 2:0 gegen die Ukraine habe das Team dann den ersten Sieg und das erste Tor bei einer Europameisterschaft überhaupt geschafft. „Deshalb ist diese Europameisterschaft für uns schon ein historischer Erfolg“, meint Max Morrison.

Seit 2011 lebt der 24-Jährige in Kassel, zuvor hat er mit seiner Familie - sein Vater ist Nordire, seine Mutter Deutsche - im Habichtswalder Ortsteil Dörnberg gewohnt. 2011 hat er an der Georg-Christoph-Lichtenbergschule sein Abitur gemacht, im Anschluss an der Universität in Kassel studiert. Morrison fiebert dem Spiel gegen die Deutschen entgegen. Der Einzug in das EM-Achtelfinale scheint für den Außenseiter Nordirland zum Greifen nah. „Das Weiterkommen wäre ein absoluter Bonus“, sagt Morrison. Seine Lieblingsvereinsmannschaft kommt übrigens weder aus Nordirland noch aus der deutschen Bundesliga. Er ist Fan von Arsenal London.

Das EM-Spiel Deutschland gegen Nordirland beginnt heute um 18 Uhr und ist in der ARD zu sehen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.