Bestürzung, Angst und Trauer: Kasseler schildert seine Eindrücke von Paris

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Terror-Anschläge in Paris: Frankreich trauert um mindestens 120 Opfer, die Stadt der Liebe ist erschüttert. Die gesamte Welt zeigt sich solidarisch gegenüber den Franzosen.

Paris/Kassel. Die Stimmung in Frankreich sei sehr bedrückt, sagt Michel Russo vom Lederhaus Schumann in Kassel. In einem Telefonat mit der HNA schildert er seine Eindrücke.

Er war am Freitagabend in Paris angekommen, um dort seine Schwester und den Schwager zu besuchen. In einem Vorort nordöstlich von Paris, wo die Familie wohnt, habe man das Fußballspiel Deutschland-Frankreich im Fernsehen geschaut und dann bis nachts um drei Uhr die Terror-Nachrichten verfolgt. „Das ist schrecklich und sehr, sehr traurig“, sagt Russo.

Michel Russo

Am Samstagabend wollte man gemeinsam ins Theater gehen. „Die Vorstellung wurde abgesagt“, berichtet Russo. Theater und Kinos sind zu, viele Geschäfte geschlossen, Metro- sowie Buslinien und Schulen sowie Unis seien gesperrt, berichtet Russo. Es herrsche Angst, viele Soldaten seien in der Stadt und mehrere Terroristen offenbar noch nicht gefasst.Schon während des Fußballspiels machten Gerüchte die Runde, dass etwas nicht in Ordnung sei in Paris. Erst nachdem kurz vor der ersten Halbzeit Präsident Francois Hollande aus dem Stadion gebracht worden war, gab es erste TV-Meldungen über Schießereien, Explosionen und den Terrorverdacht. „Anfangs hatten wir das gar nicht ernst genommen“, sagt Russo: „Dann waren wir geschockt.“

Aus dem Bummel in Paris, auf den er sich so gefreut hatte, wird nichts. „Das ist wohl zu unsicher“, sagt Russo. Die Bevölkerung solle vorsichtig sein und besser zu Hause bleiben, lautet die Parole in Paris und dem Umland. Es würden überall höchste Sicherheitsstufen gelten.

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