Keine größeren Umbauten notwendig

Bald wieder Patienten in Kasseler Koch-Klinik

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Heruntergelassene Rollläden: In der ehemaligen Klinik Dr. Koch an der Pfarrstraße in Bettenhausen werden ab September wieder Patienten behandelt.

Kassel. Anfang September wird das Rote Kreuz Krankenhaus den Betrieb an einem weiteren Standort, der ehemaligen Klinik Dr. Koch in Bettenhausen, aufnehmen.

Dort sollen zunächst schwerpunktmäßig Diabetes-Patienten behandelt werden. Auch leichtere chirurgische Eingriffe sollen in den noch vorhandenen Operationssälen stattfinden.

Seit dem vergangenen Wochenende und dem Auszug der Diakonie-Frauenklinik sind an der ehemaligen Klinik Dr. Koch die Rollläden runtergelassen. Ab Anfang September sollen hier aber wieder Patienten behandelt werden. Dann wird der neue Besitzer, das Rote Kreuz Krankenhaus (RKH), hier seinen zweiten Standort in Betrieb nehmen.

Mit der räumlichen Erweiterung reagiere das RKH auf das kontinuierliche Wachstum der vergangenen Jahre. Dabei war das RKH an der Hansteinstraße in Wehlheiden erweitert und umgebaut worden. Im April vergangenen Jahres hatte das RKH zusätzlich das Krankenhausgebäude in Bettenhausen von den Agaplesion Diakonie Kliniken gekauft.

Ab 1. September soll dort zunächst die Diabetologie ihren Betrieb aufnehmen. Vor allem Patienten mit der Hauptdiagnose Diabetes sowie der Spätkomplikation Diabetisches Fußsyndrom werden hier künftig behandelt. In der Pfarrstraße 19 in Bettenhausen sollen auch Diabetes-Schulungen angeboten werden.

Elisabeth Deterding

Ebenfalls ab September sind hier leichtere chirurgische Eingriffe aus verschiedenen Fachgebieten wie der Orthopädie, der Unfallchirurgie und der Bauchchirurgie wie Bauchwanddurchbrüche oder Gelenkspiegelungen geplant. Die bereits vorhandenen Operationssäle seien dafür alle sofort nutzbar. Größere Umbauten für das zuletzt 2011 erweiterte und modernisierte Krankenhausgebäude seien nicht nötig. Lediglich für die Ausstattung eines neuen Röntgenraumes sei etwas Umbau-Aufwand nötig.

„Der zweite Standort stellt eine sinnvolle und wichtige Erweiterung für uns dar und verbessert gleichzeitig die räumliche Situation in der Hansteinstraße“, sagt RKH-Geschäftsführerin Elisabeth Deterding. Für Patienten erfolge der Erstkontakt ab 1. September nach wie vor über die Hansteinstraße, dort werde dann über den Behandlungsstandort entschieden.

Das Rote Kreuz Krankenhaus verfügt über acht Kliniken, rund 700 Mitarbeiter und 320 aufgestellte Betten am Standort Hansteinstraße. Weitere 40 Betten kommen ab September am Standort Pfarrstraße hinzu. Im vergangenen Jahr wurden im RKH, das Standort des Rettungshubschraubers Christoph 7 ist, über 13 000 stationäre Patienten sowie mehr als 50 000 Notfälle und ambulante Patienten behandelt.

Die ehemalige private Belegarztklinik Dr. Koch war 1954 in Bettenhausen gegründet und im Jahr 2010 an die Agaplesion Diakonie Kliniken Kassel verkauft worden. Diese sind jetzt am Standort Diakonissenkrankenhaus nach langen Erweiterungs- und Umbauarbeiten und der Integration der Geburts- und Frauenklinik vereint.

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