Kritik an Wohnstandort

Bettenhausen: Ortsbeirat fürchtet Probleme nach Umnutzung des geplanten Flüchtlingsheims

Bald Bauland: Hinter der Turnhalle der Joseph-von-Eichendorff-Schule in Bettenhausen soll plant die GWG den Bau einer Flüchtlingsunterkunft mit 33 Wohnungen. Foto: Konrad

Bettenhausen. Bedenken gegen den Standort des geplanten Neubaus für Flüchtlinge zwischen Olebachweg und Eichwaldstraße direkt neben der Turnhalle der Joseph-von Eichendorff-Schule kamen in der vergangenen Sitzung des Ortsbeirats Bettenhausen. Die Eichendorff-Schule schließt im Juni endgültig.

Das Gesamtkonzept wurde zwar sowohl von Anwohnern als auch von den Mitgliedern des Ortsbeirats positiv bewertet. Die Bedenken richten sich also nicht gegen die Flüchtlingsunterkunft. Sie setzen vielmehr bei der Umnutzung als reguläre Mietwohnungen an.

Wegen der unmittelbaren Nähe zur Sporthalle fürchtet beispielsweise Reiner Lacher (SPD), auch stellvertretender Vorsitzender des Sportvereins VfB Viktoria Bettenhausen, Anwohnerbeschwerden wegen Schallimissionen aus der Halle, die zwangsläufig und vor allem bei Ballsportarten entstehen. Und das könnte in der Konsequenz Auswirkungen auf das bestehende Sportangebot in der Halle haben.

„Im schlimmsten Fall könnte es auch zu einer Einschränkung des Sportangebots für den Verein kommen“, sagte Lacher. Der Verein leiste über den Sport einen wichtigen Beitrag zur Integration im Stadtteil. Um die Schallimissionen für die Anwohner möglichst gering zu halten, sei auf der jetzigen Streuobstwiese ein Erdwall aufgeschüttet worden.

Außerdem könnte zusätzlich benötigter Parkraum zu einem Problem werden. „Flüchtlinge kommen in der Regel nicht mit dem eigenen Auto“, sagte Lacher, „die Bewohner nach ihnen schon.“ Schon jetzt sei der Parkraum dort knapp. Das sagten auch Anwohner. Außerdem sei die Streuobstwiese eine der wenigen Grünflächen in dem Gebiet, sie habe auch als Frischluftschneise eine Bedeutung. Im Besitz des 3500 Quadratmeter großen Areals ist die Stadt Kassel.

Alfons Fleer (Grüne) sprach sich dafür aus, den Bau der Flüchtlingsunterkunft in das Gesamtkonzept zur Gestaltung des Areals der Joseph-von-Eichendorff-Schule einzubinden. Der Ortsbeirat hat jetzt beschossen, noch einmal Verantwortliche der Stadt wie Schul- und Baudezernent und Vertreter der GWG einzuladen, um ihnen gegenüber die Bedenken zu äußern und noch einmal genaue Informationen über die aktuellen Planungen zu erhalten.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.