Problem für Anwohner - Neuer Pächter gesucht

Edeka-Markt in Bettenhausen überraschend geschlossen

+
Seit vergangener Woche geschlossen: Der Edeka-Aktiv-Markt am Umbachsweg 49 in der Eichwaldsiedlung in Bettenhausen. Anwohner müssen jetzt weitere Wege in Kauf nehmen.

Bettenhausen. Vor wenigen Tagen wurde der Edeka-Markt an der Ecke Umbachsweg/Hopfenbergweg überraschend geschlossen.

Seither stehen Kunden aus der Eichwaldsiedlung im Stadtteil Bettenhausen vor verschlossener und mit Papier verklebter Ladentür und sind verärgert. Vor allem für viele ältere Siedlungsbewohner war der Markt die einzige leicht erreichbare Einkaufsmöglichkeit.

Bereits am 16. Juni ließ Edeka die Ware aus dem Laden holen, weil nach HNA-Informationen Rechnungen nicht bezahlt wurden. Marktinhaber Manuel Horchler ist seither für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Inhaber der Immobilie am Umbachsweg 49 ist Udo Steinacker. Der Kaufmann aus Bettenhausen hat dort früher selbst den Edeka-Einkaufsmarkt betrieben. „Wir wissen, dass jetzt eine große Lücke entstanden ist“, sagt Steinacker. Es gebe viele Stammkunden, „für die tut mir das wirklich leid“. Deshalb arbeite er „mit Volldampf“ daran, einen neuen Pächter für den 750 Quadratmeter großen Einkaufsmarkt zu finden. Das Ziel sei, so schnell wie möglich wieder zu öffnen.

Hans-Richard Schneeweiß, Geschäftsführer der Edeka-Handelsgesellschaft Hessenring, will zu den Gründen für die überraschende Schließung nichts sagen. Edeka sei aber daran interessiert, dass der Immobilieneigentümer rasch einen neuen Pächter finde und der Markt wieder geöffnet werden könne. Den neuen Betreiber „würden wir sofort wieder beliefern“, erklärt Schneeweiß. Edeka wünsche sich „eine schnelle Lösung“.

Die wünschen sich auch viele Edeka-Kunden, die jetzt zum Einkaufen weite Wege beispielsweise bis zum Rewe-Markt an der Heiligenröder Straße zurücklegen müssen.

Bettenhausens Ortsvorsteher Enrico Schäfer (SPD) sieht den Einkaufsladen, der auch über eine Postfiliale, einen Hermes-Paketshop, eine Lotto-Annahmestelle und eine NVV-Fahrkartenverkaufsstelle verfügt, als sehr wichtig an für die Nahversorgung der Bewohner der Eichwaldsiedlung. „Ich würde mir wünschen, dass der Markt bald wieder öffnet“, sagt Schäfer. Der Backshop im Einkaufsmarkt mit dem kleinen Café sei für viele Menschen aus dem Quartier auch ein sozialer Treffpunkt gewesen, der jetzt fehle.

In früheren Jahren gab es in der Eichwaldsiedlung vier Einkaufsläden, einen Metzger, zwei Bäcker und vier Gaststätten, erinnert sich Udo Steinacker, der einst alle vier Einkaufsmärkte betrieben hatte. Drei zu kleine Läden musste er einst schließen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.