Wohnen auf dem Schulhof

Eichendorff-Schule in Kassel wird für Wohnungen abgerissen

Die Eichendorffschule in Kassel, Eichwaldstraße wird zum Sommer 2016 geschlossen, die nebenliegende Sporthalle wird weiter genutzt, fotokochFoto:Koch
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Wird im Sommer dieses Jahres endgültig geschlossen: Die Joseph-von-Eichendorff-Schule im Stadtteil Bettenhausen. Auf dem 36 000 Quadratmeter großen Gelände der bisherigen Gesamtschule sollen nach dem Abriss der Schulgebäude bis zu 160 Wohnungen und Reihenhäuser gebaut werden.

Kassel. Auf dem Gelände der Joseph-von-Eichendorff-Schule im Stadtteil Bettenhausen sollen annähernd 160 Wohnungen und Reihenhäuser gebaut werden.

Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft (GWG) der Stadt Kassel will in das neue Wohnquartier unterhalb des Eichwalds bis zu 33 Millionen Euro investieren.

Anders als bisher geplant, wird die Gesamtschule an der Eichwaldstraße 108 nicht erst im Jahr 2017, sondern schon im Sommer dieses Jahres auslaufen und dann endgültig geschlossen. Die letzte verbleibende Klasse mit 17 Schülern soll nach den Sommerferien in der Offenen Schule Waldau weiter unterrichtet werden, sagt Kassels Schuldezernentin Anne Janz (Grüne).

Dann ist der Weg frei, das insgesamt 36.000 Quadratmeter große Gelände mit dringend benötigten neuen Wohnhäusern zu bebauen. Die auf dem Areal stehende Sporthalle soll für den Vereins- und Schulsport erhalten bleiben und weiter genutzt werden. Die sanierungsbedürftigen Schulgebäude würden möglichst bald abgerissen, kündigt Kassels Stadtkämmerer Christian Geselle (SPD) an.

Dann sollen rasch Wohnungen gebaut werden, „nicht nur, aber gegebenenfalls auch für Flüchtlinge“. Wegen der großen Nachfrage von Menschen, die gern in Kassel leben möchten, „müssen wir mehr Wohnraum in der Stadt schaffen“, erklärt Geselle.

Mit den Plänen für das neue Wohnquartier „sind wir erst ganz am Anfang“, sagt GWG-Chef Peter Ley. Bis zu 100 Mietwohnungen zu günstigen Mietpreisen sollen entstehen, aber auch durch Bauträger bis zu 60 Eigenheime in Reihenhausbauweise, die an Interessenten verkauft werden. Die GWG strebe eine „entspannte Bebauung“ an, „wir wollen nicht alles zuballern“. Um den Charakter der Gartenstadt Eichwald zu erhalten, werde es große Gärten und Grünflächen im neuen Quartier geben, erklärt Ley.

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