Am Ölmühlenweg, Großer Kreisel

Geplanter Busbahnhof in Kassel: Schon früher gab es dort einen

Kassel. Nachdem die Stadt Kassel jüngst mitgeteilt hat, dass sie den neuen Fernbushalt am Ölmühlenweg in Bettenhausen ansiedeln will, gab es viel Widerspruch.

Längst nicht jeder hält den Standort – der laut einer Studie der beste ist – für geeignet, weil er als kriminelles Pflaster gilt. Das war nicht immer so: In den 1960er-Jahren war das Gebiet auch dank des seinerzeit einzigen Kasseler Hallenbades belebt. So wurde 1961 in Nachbarschaft zum Hallenbad Ost bereits schon einmal ein großer Busbahnhof gebaut.

Es war eine große Bushaltestelle mit sechs Bussteigen und einer Wartehalle, die die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) seinerzeit an der Leipziger Straße/ Ecke Ölmühlenweg bauen ließ. Innerhalb weniger Wochen war sie fertiggestellt. Heute befindet sich auf dem Areal der Parkplatz der Kfz-Zulassungsstelle.

Der Busbahnhof wurde 1961 eröffnet: Im Vordergrund sind die stadteinwärts führenden Fahrspuren der Leipziger Straße zu sehen. Die Straße im Hintergrund mit dem Bus ist der Ölmühlenweg. Das Hallenbad Ost ist nicht zu sehen. Es liegt rechts, außerhalb des Bildschnittes.

Vor 55 Jahren fuhren vor allem die seinerzeit neuen KVG-Schnellbusse den Halt am Hallenbad an. Nutzen durften diese flotten Busse seinerzeit zunächst nur Fahrgäste mit einer Dauerkarte. Alle anderen waren ausgeschlossen.

Der Busbahnhof war für die damaligen Verhältnisse hochmodern. Sind heute erhöhte Fußgängerbereiche, die den Einstieg in die Busse erleichtern normal, wurden sie damals als Revolution gefeiert.

Ob der neue Fernbusstandort am Ölmühlenweg sich auf dem Areal des alten Busbahnhofs befinden wird, das ist noch offen. Einen genauen Standort hat die Stadt noch nicht benannt.

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