Baudenkmal wird Wohnheim – Behörde zieht in die Nordstadt

Hallenbad Ost in Kassel: Flüchtlinge statt Arbeitsvermittlung

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Leer stehendes Hallenbad Ost

Kassel. Das Hallenbad-Ost in Bettenhausen wird zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Das Vorhaben, in dem denkmalgeschützten Gebäude an der Leipziger Straße, das Jobcenter der Stadt Kassel anzusiedeln, hat sich zerschlagen.

Stattdessen soll für das Jobcenter ein Neubau an der Wolfhager Straße (Nordstadt) errichtet werden. Das Jobcenter ist bisher auf zwei Standorte im Rathaus und der Arbeitsagentur am Grünen Weg verteilt und soll am neuen Standort zusammengeführt werden.

In einer EU-weiten Ausschreibung für das neue Jobcenter hatte der Baunataler Unternehmer Gotthard Fels (GFI Immobilien) das Nachsehen. Er wollte das Hallenbad-Ost um einen Büroanbau ergänzen und den Komplex an das Jobcenter vermieten. Dieses Vorhaben hatte die Stadt Kassel, die zusammen mit der Arbeitsagentur Träger des Jocenters ist, unterstützt.

Bei dem Wettbewerbsverfahren hat sich nun aber die Firmen Straßberger Immobilien aus Bielefeld durchgesetzt. Diese wird bis zum Sommer 2017 einen Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Unterstadtbahnhofs an der Wolfhager Straße errichten. Das teilte Sozialdezernent Christian Geselle auf Nachfrage der HNA mit. Damit sei eine vernünftige Lösung für die 280 Mitarbeiter sowie die rund 22.000 Menschen gefunden, die Leistungen des Jobcenters in Anspruch nehmen. Im Detail wollen Stadt, Arbeitsagentur und der Bielefelder Unternehmer das Vorhaben in der kommenden Woche vorstellen.

Für das Hallenbad-Ost hat Eigentümer Gotthard Fels in der Zwischenzeit einen Alternativplanausgearbeitet. Er wird in dem seit acht Jahren leer stehenden Gebäude für die Stadt Kassel eine Flüchtlingsunterkunft mit 120 bis 150 Plätzen herrichten. Sie soll voraussichtlich im Mai für vorerst fünf Jahre in Betrieb gehen. Danach will Fels das alte Bad, das er 2014 von den Städtischen Werken gekauft hat, als Apartment-Haus oder als Hostel nutzen.

Mehr zum Hallenbad-Ost erfahren Sie in unserem Regiowiki.

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