Entscheidung soll nun erst am 7. Juni fallen

Blitzeraffäre: Neue Zeugin statt Urteil

Kassel. In der Kasseler Blitzeraffäre gab es am Dienstag vor dem Amtsgericht nicht das erwartete Urteil. Die Verteidigung der Angeklagten hat beantragt, noch eine Mitarbeiterin des städtischen Ordnungsamtes als Zeugin zu laden.

Sie soll Auskunft darüber geben, wie genau mit den Messprotokollen für die im Jahr 2012 in Kassel betriebenen Geschwindigkeitsmessgeräte umgegangen wurde. Am 7. Juni soll der Prozess fortgesetzt werden. Der Richter erklärte, dass er dann ein Urteil fällen werde.

Auf der Anklagebank hatten am Dienstag zum zweiten Mal ein Kasseler Beamter und der Geschäftsführer der von der Stadt seinerzeit beauftragten Blitzgeräte-Firma Safety First aus Reinhardswald (Kreis Kassel) Platz genommen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Falschbeurkundung im Amt beziehungsweise die Beihilfe dazu vor.

Für Unverständnis in den Besucherreihen des voll besetzten Gerichtssaals sorgten die Umstände für die Festlegung eines neuen Verhandlungstermins. Richter Nicolas Hecht muss laut Strafprozessordnung innerhalb von drei Wochen die Verhandlung fortsetzten, andernfalls muss sie von neuem begonnen werden. Weil der angeklagte Geschäftsführer aber eine vierwöchige Urlaubsreise auf Sardinien geplant hat, kündigte Richter Hecht an, dass er die Reisekosten zum Gericht nach Kassel erstattet bekomme.

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