Null negativ fehlt

Blutkonserven bedrohlich knapp: Bereits Operationen verschoben

Blutkonserven fehlen – insbesondere die Blutgruppe Null negativ. Dr. Walid Sireis bittet um weitere Blutspenden. Foto: Malmus

Kassel. Der Blutspendedienst des DRK in Kassel ruft dringend zu Blutspenden auf. Vor allem der Bestand an Blutkonserven der Gruppe 0 Rhesus negativ sei bedrohlich knapp.

Das sagte Institutsleiter Dr. Walid Sireis. Auch am vergangenen Wochenende sei diese Notlage deutlich spürbar gewesen. So müssten beispielsweise geplante Operationen verschoben werden, um Notfälle wie Unfallopfer mit dem universal verträglichen Lebenssaft zu versorgen. Von einer gesicherten Notfallversorgung könne nur noch bedingt die Rede sein.

Aufgrund der Urlaubszeit, der späten Hitzewelle, aber auch der Fußball-Europameisterschaft und der Olympischen Spiele sei die Spendenbereitschaft in den vergangenen Monaten spürbar zurückgegangen. Zwar brachte die HNA-Blutspendeaktion im August mit 4122 Blutspenden Entspannung, doch seien die Blutprodukte nur begrenzt haltbar, und es werde derzeit mehr Blut gebraucht, um Unfallverletzte zu versorgen, erläutert Sireis.

Mit der dringende Bitte, Blut zu spenden, wendet sich der Blutspendedienst deshalb erneut an gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 72 Jahren (die letzte Blutspende sollte acht Wochen zurückliegen). Vor allem die Blutgruppe 0 Rhesus negativ wird dringend benötigt.

Der DRK-Blutspendedienst an der Mönchebergstraße 57 (am Klinikum Kassel) hat deshalb seine Öffnungszeiten in dieser Woche ausgeweitet. Blutspender sind willkommen am Dienstag von 10 Uhr (sonst 11 Uhr) bis 19 Uhr sowie Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 8 bis 17 Uhr (sonst 15 Uhr).

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