Weiterhin Konstruktion, Produktion und Service

Bombardier in Kassel: Lokwerk gerettet, 800 Jobs gesichert

Kassel. Das Kasseler Bombardier-Lokwerk ist gerettet. Die gut 800 Jobs sind gesichert. Das wurde am Freitag bekannt.

Wie die Betriebsräte Markus Hohmann und Erhard Peter im Anschluss an eine Belegschaftsversammlung am Freitag mitteilten, hat sich das aus Berlin angereiste Topmanagement vor den Mitarbeitern klar zu Kassel als weltweites Kompetenzzentrum sowie Konstruktions-, Produktions- und Service-Standort bekannt. „Alle Loks werden hier gebaut, es wird nichts nach Italien verlagert“, sagte Peter, der für die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat des Unternehmens sitzt.

Ausnahme seien Aufträge, bei denen die Kunden eine Produktion vor Ort fordern. Das ist in Russland und Südafrika der Fall.

Peter Erhard

Wie berichtet, gab es seit dem Frühjahr Bestrebungen in Berlin, die Kasseler Produktion aus Kostengründen komplett ins italienische Schwesterwerk Vado Ligure zu verlagern, das faktisch nichts zu tun hat. Belegschaft und Gewerkschaft, Politik und Regionalmanagement hatte darauf mit massiven Protesten reagiert.

„Die Signale des Topmanagements tragen dazu bei, dass alle Beschäftigten mit großem Engagement an die Umsetzung der vor uns liegenden Aufgaben gehen“, sagte Hohmann. Gemeint ist eine von der Konzernspitze verlangte Produktivitätssteigerung im zweistelligen Prozentbereich. „Die Ziele sind anspruchsvoll, aber zu erreichen“, sagte Peter.

An der Betriebsversammlung nahmen demonstrativ auch Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen, die SPD- Abgeordneten Martina Werner und Uwe Frankenberger sowie Regionalmanager Holger Schach teil.

In diesem Jahr sollen gut 100 Loks gebaut werden.

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