Vier Parteien bewerben sich um Sitze im Ortsbeirat – Alle kritisieren KVG-Netzreform

Kommunalwahl 2016 in Kassel: Spitzenkandidaten aus Brasselsberg

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Viel Grün zwischen den Häusern: Die Gartenstadt Brasselsberg mit der Emmauskirche im Zentrum.

Brasselsberg. Am 6. März sind Kommunalwahlen. Die Wähler in Kassel entscheiden über die Stadtverordnetenversammlung und wählen die 23 Ortsbeiräte. Wir stellen Spitzenkandidaten für die Ortsbeiräte und ihre Programme vor. Hier der Stadtteil Brasselsberg.

Für den Stadtteil Brasselsberg (4150 Einwohner) treten vier Parteien für acht Sitze an. Hier einige ihrer Ziele:

CDU

• Anbindung durch Buslinie 12 und 24 sowie Tramlinie 3 erhalten. Direkter Zugang zur Innenstadt, zum Bahnhof, zu Schulen und Arbeitsplätzen.

• Wiedereinführung des Schulbusses.

• Ersatz für die marode Sporthalle Marbachshöhe.

• Die CDU schließt sich der Forderungen der Heidewegschule nach einem Multifunktionsgebäude mit Mensa an.

• Einsatz für einen lebendigen Stadtteil, Gartenstadt erhalten, keine übermäßige Verdichtung der Bebauung.

SPD

• Grunderneuerung der Nordshäuser Straße von der Emmauskirche bis zur Brasselsberger Straße.

• Einrichtung eines Platzes vor der Emmauskirche, der zum Verweilen einlädt.

• Direkte ÖPNV-Verbindung vom Zentrum des Brasselsbergs zur Innenstadt.

• Aufstellung eines Entwicklungsplans für den Brasselsberg und Erweiterung der Kompetenzen des Ortsbeirates.

• Erhalt des Gartenstadtcharakters des Brasselsberges.

Grüne

• Förderung des Fußgänger-, Fahrrad- und öffentlichen Verkehrs.

• Erhalt der KVG-Buslinien 12 und 24.

• Unterstützung für das Stadtteilzentrum an der Emmauskirche.

• Spielplätze in der Nähe von Kitas sowie am Döncherand ausbauen.

• Sicherung der Wasserzufuhr für die Dönche durch den Krebsbach.

FDP

• Erhalt des Gartenstadtcharakters.

• Nahverkehrsanbindung zu Innenstadt, Bahnhof, Schulen, Arbeitsstätten und Nachbarstadtteilen. Erhalt der KVG-Buslinien 12 und 24, Wiedereinführung des Schulbusses.

• Miteinander der Generationen im Stadtteil Brasselsberg fördern.

• Fortführung von Lärmschutz an der A 44.

• Geschäftsansiedlungen, Verbesserung der Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche.

Die Spitzenkandidaten der Parteien für den Ortsbeirat

CDU, Vera Wilmes

57 Jahre, lebt seit 1998 am Brasselsberg, ist seit 2011 Mitglied des Ortsbeirats und seit 2012 Ortsvorsteherin. Die Richterin am Sozialgericht ist verheiratet und Mutter einer 17-jährigen Tochter. Vera Wilmes würde gern als Ortsvorsteherin weitermachen. Sie findet es gut, dass sich viele junge Familien am Brasselsberg angesiedelt haben. Ein wichtiges Ziel sei es, dass die Netzreform der KVG nicht wie geplant umgesetzt wird. Die habe für erhebliche Irritationen im Stadtteil gesorgt.

SPD, Heinz Schäfers

79 Jahre, er hat für die KVG gearbeitet und war viele Jahre Fahrer der legendären Herkulesbahn. Seit Jahren engagiert sich Heinz Schäfers, der auch als Chorsänger aktiv ist, im Ortsbeirat. Aus der Ehe mit der verstorbenen ehemaligen Stadtverordneten Hannelore Schäfers hat er zwei Kinder. Er setzt sich neben dem Erhalt der ÖPNV-Verbindungen für die Gestaltung eines Platzes vor der Emmauskirche ein. Heinz Schäfers wohnt seit 1949 am Brasselsberg und ist seit 60 Jahren in der SPD.

Grüne, Michael Bunge

68 Jahre, in Halle (Saale) geboren, lebt seit 1959 in Kassel. Abitur an der Herderschule, Architekturstudium in Darmstadt, wissenschaftliche Mitarbeit an der GHK, freie Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros unter anderem für die documenta urbana. Michael Bunge ist seit 2013 im Ruhestand, verheiratet und hat eine Tochter. Bei allen berechtigten Wünschen nach weiterer Bebauung gelte es, den Charakter der Gartenstadt zu bewahren. Ebenfalls wichtig: der Erhalt der Dönche als innerstädtisches Naturschutzgebiet.

FDP, Dr. Cornelia Janusch

42 Jahre, die Diplom Biologin und Patentreferentin ist verheiratet und lebt seit 2004 am Brasselsberg. „Nicht zuletzt durch meine eigenen kleinen Kinder liegt mir die Familienfreundlichkeit des Stadtteils besonders am Herzen“, sagt sie. Dazu gehöre auch eine gute Anbindung durch den ÖPNV. Sie ist sei 2014 Mitglied des Ortsbeirats. Eine übermäßige bauliche Verdichtung des Stadtteils lehnt sie ab. Wichtig sei ein behutsamer Umgang mit historischer Bausubstanz, Baumbestand und Grünflächen.

Kandidaten für den Ortsbeirat

CDU: Vera Wilmes, Richterin. Rainer Schielke-Funke, Kaufm. Angestellter. Barbara Mergenthal, Rentnerin. Magdalena Wieder, Studentin. Jens Glebe, Lehrer. Wilfried Borzutzky, Pensionär. Dr. Normann Günther, Geschäftsführer. Amely Nordmeier, Rentnerin. Georg Mergenthal, Rentner.

SPD: Heinz Schäfers, Rentner. Jan-Patrick Witte, Geograf. Eberhard Siebert, Ingenieur.

Grüne: Christoph-Michael Bunge, Architekt im Ruhestand. Dr. Axel Dietrich Sauer, Arzt. Hansmartin Pfafferodt, Bankkaufmann.

FDP: Dr. Cornelia Janusch, Biologin. Berthold Theus, Ökonom. Dr. Reiner Ludewig, Wirtschaftsprüfer.

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