Energie-Genossen wollen mit Stromproduktion Geld verdienen

Bürger investiert zehn Millionen Euro in Windkraft

Kassel. Bis zu zehn Millionen Euro will die Genossenschaft Bürger Energie Kassel & Söhre in den nächsten fünf Jahren vor allem in Windparks investieren.

Drei Millionen Euro Kapital der inzwischen 700 Energie-Genossen stecken bereits in der umweltfreundlichen Stromproduktion im Windpark Söhrewald/Niestetal. Wegen der erfolgreichen Entwicklung der Energieerzeugung in Bürgerhand soll der Expansionskurs fortgesetzt werden. „Das Potenzial ist da“, sagt Vorstandsmitglied Martin Bonow.

Bis zu zehn Millionen Euro will die Genossenschaft Bürger Energie Kassel & Söhre in den nächsten fünf Jahren vor allem in Windparks investieren. Drei Millionen Euro Kapital der inzwischen 700 Energie-Genossen stecken bereits in der umweltfreundlichen Stromproduktion im Windpark Söhrewald/Niestetal. Wegen der erfolgreichen Entwicklung der Energieerzeugung in Bürgerhand soll der Expansionskurs fortgesetzt werden. „Das Potenzial ist da“, sagt Vorstandsmitglied Martin Bonow.

Die beiden Genossenschaften Kassel und Söhre hatten sich Ende 2014 zur Bürger Energie Kassel & Söhre zusammengeschlossen, die mit 25 Prozent am Windpark Söhrewald/Niestetal mit sieben Windkraftanlagen der Städtischen Werke Kassel beteiligt ist. Für die nächste Beteiligung am Windpark Rohrberg (fünf Anlagen) sind weitere 1,6 Millionen Euro vorgesehen. Fast die Hälfte des Geldes ist bereits in der Kasse. Auch am Windpark im Kaufunger Stiftswald, dessen neun Windräder bereits gebaut werden, ist eine Beteiligung geplant.

Genossenschaftsmitglieder können Anteile im Wert von 250 Euro zeichnen – maximal 400 Anteile und damit höchstens 100 000 Euro Investition sind möglich. Im Durchschnitt hat jedes Mitglied derzeit 22 Anteile. Weil es gut läuft, soll bereits im nächsten Jahr eine Dividende für 2015 in Höhe von einem Prozent ausgeschüttet werden. Ab 2017 strebt die Genossenschaft eine Dividende von drei bis vier Prozent an.

Mit diesen im Vergleich zum Sparbuch üppigen Zinsen hofft die Genossenschaft, weitere Mitglieder zu gewinnen, die mit ihrem Geld gleichzeitig die nordhessische Energiewende befördern sollen. Das Ziel ist, Strom künftig nicht mehr in Kraftwerken, sondern aus Windkraft, Sonne, Wasserkraft und Biogas zu erzeugen. Und dabei sollen nicht mehr allein große Konzerne, sondern die Bürger mitverdienen. 

Rubriklistenbild: © dpa

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