Projekte für nächste 15 Jahre

Das plant der Bund bei den Autobahnen in unserer Region

Kassel. Im neuen Bundesverkehrswegeplan 2030, der die wichtigsten Verkehrsprojekte des Bundes zusammenfasst, sind einige Projekte aus dem Raum Kassel enthalten. Hier ein Überblick:

1. A7 (Bei Kassel)

Als Projekt in der niedrigsten Prioriätsstufe taucht der achtstreifige Ausbau der A7 zwischen der Anschlussstelle Kassel-Nord und dem Autobahndreieck Kassel-Süd im Bundesverkehrswegeplan auf.

2. A 44 (Helsa-Kassel)

Der Streckenabschnitt der Autobahn 44 zwischen Kassel-Ost und Herleshausen (Anschluss an die A 4) gehört zu den Projekten mit der höchsten Prioriät. Akutell läuft auf dem Abschnitt zwischen Hess. Lichtenau und Helsa der Bau des Tunnels Hirschhagen – der Durchstich fand im Februar statt. Bis der Tunnel fertig ist, dauert es aber noch bis Ende 2019.

Völlig offen ist indes, bis wann der Anschluss der A 44 bei Kassel an die A 7 erfolgen wird. „Der Abschnitt von Helsa nach Kassel-Ost befindet sich noch im Planungsverfahren. Wann Baurecht besteht, ist noch nicht absehbar“, sagt Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil.

3. A44 (Bergshäuser Brücke)

Die marode Bergshäuser Brücke bei Fuldabrück soll neu gebaut werden. Dieses Projekt hat der Bund als eines mit „vordringlichem Bedarf“ eingestuft. Grund für den Neubau ist zudem der vorgesehene Ausbau der A 44 von vier auf sechs Spuren – diese könnte die mehr als 50 Jahre alte Stahlkonstruktion nicht tragen.

„Wann mit dem Brückenbau begonnen wird, ist noch offen. Noch gibt es keine Entscheidung des Bundes, wo genau der Neubau entstehen soll“, sagt Horst Sinemus von Hessen Mobil.

4. A44 (Kassel-Breuna)

Als weiteres Vorhaben taucht der sechsspurige Ausbau der A 44 zwischen Südkreuz Kassel und der Anschlussstelle Breuna im Bundesverkehrswegeplan auf.

„Das Projekt ist eine Kategorie hochgestuft worden. Das Land kann den Ausbau jetzt planen“, sagt Sinemus.

5. A49 (Kassel-Baunatal)

Vorgesehen ist ebenfalls der sechsstreifige Ausbau der A 49 zwischen Kassel-Waldau und Baunatal-Süd. Dieses Projekt hat aber eine eher niedrige Priorität beim Bund.

6. A 49 (Neuental-Schwalm)

Die Streckenabschnitte der A 49 von Neuental bis Schwalmstadt und weiter bis zum Anschluss an die A 5 (bei Gemünden) haben laut Bundesverkehrswegeplan ebensfalls höchste Prioriät.

Der Streckenabschnitt von Neuental bis Schwalmstadt soll laut Hessenmobil bis Ende 2020 fertig sein. Der Bau des Frankenhainer Tunnels auf dem Abschnitt ist bereits im Rohbau fertiggestellt – er wird aber bislang nur von Baustellenfahrzeugen genutzt, denn es fehlt noch der technische Ausbau des Tunnels sowie der Anschluss an die Autobahn.

Wann die A 49 durchgehend bis zur A 5 befahrbar sein wird, steht in den Sternen. 2020 endet die A 49 dann erstmal in Schwalmstadt.

Die restlichen 30 Kilometer Autobahn bis zur A 5 sollen durch eine öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) finanziert werden. Dabei werden private Investoren am Bau von Autobahnen beteiligt. Eine entsprechende Ausschreibung ist in Vorbereitung.

Ortsumgehungen

• Höchste Priorität hat die B 7-Ortsumgehung Calden. Der Baustart war im Juni. Gut 40 Mio. Euro kostet das fünf Kilometer lange Stück, das 2020 fertig sein soll.

• Zudem sind im HNA-Verbreitungsgebiet unter anderem Ortsumgehungen für Bad Karlshafen, Witzenhausen, Neukirchen-Asterorde, Korbach-Meineringhausen, Ernsthausen und Twiste (beide Waldeck-Frankenberg), Frankenberg-Geismar und Rotenburg-Lispenhausen in der mittel- und langfristigen Planung.

Zudem sind auch eine Teil-Ortsumgehung der B 253 für Melsungen, sowie eine Ortsumgehung zwischen Wabern-Unshausen und Wabern-Hebel angedacht.

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