Türkischer Film aus Programm genommen

Cinestar stoppt „Tal der Wölfe“

Kassel. Der umstrittene türkische Film „Tal der Wölfe - Palästina“ läuft ab sofort nicht mehr im Programm des Kasseler Cinestar-Kinos. Als Gründe für die plötzliche Programmänderung gibt Cinestar an, es sei ihnen bewusst, dass der Film „in der Kasseler Öffentlichkeit teilweise zu Verstimmungen geführt“ habe.

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„Es tut uns leid, dass Sie mit der von der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) vorgenommenen Einstufung nicht übereinstimmen“, heißt es in einem Cinestar-Schreiben an Kasseler Kritiker des Films. Nach der FSK war der Film für Zuschauer ab 18 Jahren freigegeben worden. Für die Cinestar-Gruppe sei die FSK bei der Programmauswahl und -gestaltung eine wichtige Institution, „deren Empfehlungen und Vorgaben wir bei der Programmauswahl und -abspiel berücksichtigen“, heißt es weiter. Jetzt habe man sich aber entschlossen, den Film in Kassel aus dem Programm zu nehmen.

„Volksverhetzend“

Nach Ansicht von vielen Kasseler Institutionen, Parteien, Kirchen und Gruppen wie dem Kasseler Bündnis gegen Antisemitismus oder der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit handelt es sich bei dem Actionthriller um ein „völkerverhetzendes und antisemitisches Machwerk“. Sie protestierten in den vergangenen Tagen gegen die Aufführung.

Neben anderen hatten auch Oberbürgermeister Bertram Hilgen und Vertreter der Rathaus-Fraktionen von SPD und Grünen in Protestschreiben an Cinestar appelliert und sich dafür starkgemacht, dass der Film „Tal der Wölfe - Palästina“ in Kassel nicht mehr gezeigt wird. (chr) KOMMENTAR

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