Manga- und Anime-Messe

Video: Connichi 2014 ist eröffnet

Kassel. Die Connichi 2014 ist eröffnet. Um 14 Uhr am Freitag wurde die Stadthalle geöffnet, und die Besucher strömten hinein. Kassel ist jetzt für drei Tage das Zentrum der deutschen Manga- und Anime-Szene.

Unter Mangas versteht man Comics aus Japan, deren Protagonisten häufig durch martialische Aufmachung und übergroße Augen auffallen. Animes sind animierte Comics, also die Zeichentrickfilme mit den Abenteuern dieser Helden.

Aktuelles von der Connichi gibt es auf Kassel Live.

Und so bunt, martialisch, gruselig, elfenhaft und verspielt wie die Charaktere ihrer Lieblingsmangas sind auch die Besucher der Connichi gekleidet. Zur Eröffnung standen zirka 1000 Fans am Einlass an. Andere setzten sich für Fotos im Stadthallengarten in Pose.

Trends

Als erster Trend fällt in diesem Jahr auf, dass neben den japanischen Comics vor allem in früheren Jahrhunderten angesiedelte Fernsehserien wie Spartacus, Game of Thrones, ja sogar Robin Hood, die Besucher bei ihrer "Kostümfindung" beeinflusst haben.
Für die sogenannten "Cosplayer" (Kostümierten) ist es eine Ehrensache, ihr Kostüme selbst zu schneidern. Auf der Connichi kauft man nur die Zutaten.

Als zweiten Trend haben wir viel Kunstblut in den Gesichtern und auf den Kostümen der Cosplayer ausgemacht. Hier standen Filme wie das "Texas Kettensägen Massaker" und die "Saw"-Reihe Pate.

Am Rand notiert: Für Fotos nutzen die Connichi-Besucher an erster Stelle kleine, handliche Digitalkameras, gefolgt von Videokameras und Handys. Tablets spielen anscheinend keine große Rolle. (wd)

Zwei Kasseler stellen sich und ihre Kostüme auf der Anime-Messe Connichi vor

Für Sarka Baxa ist es bereits die sechste Connichi. „Ich habe mich bereits das ganze Jahr darauf gefreut. Ich finde es toll, so viele Menschen wieder zu treffen, die man sonst ein Jahr lang nicht sieht,“ sagte die 29-Jährige. Die Teilnehmer reisen für die Messe aus ganz Deutschland und dem Ausland an und wollen ihre Liebe zur japanischen Komikkultur mit Gleichgesinnten teilen.

„Wir haben hier immer sehr viel Spaß zusammen“, sagt die Arzthelferin, die sich dieses Jahr gleich drei Kostüme für die Messe angefertigt hat. „Jetzt bin ich als Pokeball aus der Serie Pokemon verkleidet.“ Für die anderen beiden Tage hat sie sich ebenfalls ausgefallene Outfits ausgedacht. Einmal will sie als blauer Igel Sonic in die Stadthalle kommen, danach als Zelda aus der gleichnamigen Computerspielreihe.

Rund um die Eröffnung

Connichi 2014: Eröffnung

„Das kostümieren gehört zur Connichi dazu. Da sind auch mehrere Verkleidungen nicht so außergewöhnlich“, sagt Marvin Thienelt. An seinem Outfit als Computerspielfigur Anti-Mage hat er drei Wochen gearbeitet. „In andere Charaktere zu schlüpfen, ist wie Urlaub von sich selbst zu nehmen“, meint der 23-jährige Kasseler.

Den ersten Kontakt mit der Connichi hatten beide eher zufällig. „Ich hatte damals eine Eintrittskarte gewonnen“, sagt Baxa. „Die Connichi hat mich dann so beeindruckt, dass ich seitdem immer wieder komme.“ Etwas anders lief es bei Thienelt. „Mein Kumpel hatte zufällig von der Connichi gehört und wollte unbedingt hin. Da hat er mich mitgenommen und seitdem komme ich jedes Jahr wieder.“ (bek)

Rubriklistenbild: © Ditzel/HNA

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