Günstige Prognose

Daimler: Achsen-Werk Kassel will an Rekordjahr anknüpfen

Kassel. Die sich abkühlende globale Lkw-Konjunktur hat keine Auswirkungen auf das weltweit zentrale Nutzfahrzeug-Achsenwerk in Kassel.

Das teilte ein Konzernsprecher auf Anfrage der HNA mit. Wie berichtet, hat der Stuttgarter Autobauer unlängst seinen Ausblick nach unten korrigiert. Wegen des rückläufigen Absatzes in wichtigen Märkten werde das Vorsteuerergebnis deutlich unter dem des Vorjahres liegen. 2015 verzeichnete Daimler mit 2,7 Milliarden Euro einen Rekord in der Lkw-Sparte. Analysten erwarten für dieses Jahr nur noch 2,26 bis 2,5 Mrd. Euro.

Grund für die verhaltenen Aussichten sind extrem schwache Märkte in Nord- und Südamerika, aber auch der Nahe und Mittlere Osten sowie Russland schwächeln angesichts der niedrigen Ölpreise.

Starker Produktmix

Dass Kassel ohne eine größere Delle durch die Schwächephase kommt, hat zwei Gründe: der vielfältige Produktmix und die globale Präsenz. Das Werk produziert Achsen für Lkw, Busse, Transporter, Vans und Geländewagen sowie Ausgleichsgetriebe, Gelenkwellen und Radsätze und beliefert zahlreiche Fahrzeug bauende Standorte weltweit. Nachfragerückgänge in einzelnen Regionen oder Produktbereichen können häufig durch eine gute Entwicklung in anderen Segmenten und Werken ausgeglichen werden.

Erst Mitte April hatte Werkleiter Ludwig Pauss prognostiziert, dass 2016 fast so gut werde wie das vergangene Jahr, als mit 567 000 Achsen ein Allzeitrekord erzielt worden war.

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