Logistikunternehmen entschuldigt sich für Pannen

DHL-Kunden in der Region warteten zu lange aufs Paket

Kassel. Langes Warten aufs DHL-Paket: In der Region hat der Logistik-Marktführer in den vergangenen Wochen viele Kunden verärgert. Jetzt will der Paketversender zehn bis 15 Mitarbeiter neu einstellen, die das Team in der Kasseler Zustellbasis verstärken sollen, sagt Pressesprecher Thomas Kutsch.

Das Paket von Günter Dietrichs aus Harleshausen lag zehn Tage lang im Paketzentrum Staufenberg-Lutterberg. Die Sendung von Uwe Bartel aus Forstfeld lag dort eine Woche lang, bevor sie in die Postagentur am Forstbachweg gebracht wurde. Eine Benachrichtigung im Briefkasten fand Bartel wie viele andere Kunden nicht. Keine Nachricht, kein Zustellversuch und in den Filialen standen die Kunden Schlange, weil die Paketflut kaum zu ordnen war.

Eine größere Zahl von Paketen im Monat Mai, außergewöhnlich viele Krankmeldungen von Mitarbeitern und noch dazu technische Probleme nennt Kutsch als Ursache der Probleme. „Da lief es nicht rund, dafür entschuldigen wir uns bei unseren Kunden“, erklärt der DHL-Sprecher.

Das Unternehmen liefert täglich 3,9 Millionen Pakete aus. Rund 150.000 davon werden jeden Tag vom Frachtlogistikzentrum Staufenberg-Lutterberg aus auf die Reise geschickt. Bis zu 10.000 Pakete täglich kommen aus Lutterberg in der Kasseler Zustellbasis an den Rudolf-Diesel-Straße im Industriepark an und werden von dort von bisher 70 Beschäftigten in die 60 Zustellbezirke verteilt.

84 Prozent der DHL-Päckchen seien einen Tag nach der Einlieferung beim Adressaten, versichert Kutsch. Nur in Einzelfällen gebe es so lange Laufzeiten, wie sie jetzt von Kunden kritisiert werden.

In einer Postfiliale in Wehlheiden war Kunden erklärt worden, dass es Dienstanweisungen an Zusteller gab, die Pakete gar nicht erst zu den Kunden zu bringen, damit Arbeitszeitregelungen eingehalten werden könnten.

Video: So funktioniert die Zustellung

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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