Infos von Beuys-Bäumen bis zum Erdkilometer

documenta für die Ohren: Rundgänge mit dem Smartphone

Gut informiert sieht man mehr: Der Anfang des Erdkilometers auf dem Friedrichspplatz von Walter de Maria (1977).

Kassel. Allein in der Kasseler Innenstadt rund um den Friedrichsplatz kann man ein hochkarätiges Kunstwerk nach dem anderen entdecken. Wer noch nicht so genau weiß, wie das mit den 7000 Eichen von Joseph Beuys war oder warum am Rande der Aue ein großer Rahmen der Künstler Haus-Rucker-Co steht, kann sich jetzt ganz einfach schlau machen.

Gestern stellte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) einen über das Internet abrufbaren Führer zur documenta-Geschichte vor. 50 000 Euro hat das Gemeinschaftsprojekt von Stadt, documenta-gGmbH und Museum Fridericianum gekostet.

Dabei sind drei Rundgänge herausgekommen, die man mit Zugang zum Internet abrufen kann. Außerdem gibt es einen Faltplan mit den Wegen zur Kunst. Präsentiert werden 16 Kunstwerke vom Himmelsstürmer am Kulturbahnhof über den Penone-Baum in der Karlsaue bis zur Spitzhacke am Fuldaufer. „Ab sofort können sich Interessierte über Entstehung und Hintergrund der documenta-Außenkunstwerke kostenlos und interaktiv informieren“, sagte Hilgen bei der Präsentation im AOK-Gebäude am Friedrichsplatz. Als Teil eines von drei Rundgängen war der 1950er-Jahre Bau ausgewählt worden. Die Klanginstallation „Three to one“ (documenta 9) ist hier beheimatet. Die Wege führen durch die Karlsaue (1,5 Kilometer), über den Friedrichsplatz (600 Meter) und einmal quer durch die Stadt (5,8 Kilometer).

Über das Smartphone oder einen Tablet-Computer kann man sich die Rundgänge aufrufen. Dann klickt man auf die Kunstwerke, über die man mehr wissen will. Und schon geht es los. Professionelle Sprecher tragen die gut verständlichen Texte vor. Autor ist der Kasseler documenta-Experte Dr. Harald Kimpel.

Bei der Premiere gestern funktionierte das einwandfrei. Innerhalb von etwa zwei Minuten bekommt man Basisinformationen, die bei Bedarf vertieft werden können. Geplant sind auch Führungen von Kassel Marketing zu den Kunstwerken. Mit dem digitalen Angebot werde die Geschichte der documenta auch zwischen den Ausstellungen erlebbar, sagte Annette Kuhlenkampff, die Geschäftsführerin der documenta gGmbh. Für die Realisierung war die Kasseler Projektmanagerin Kathrin Bode verantwortlich. Sie ist die Großnichte von documenta-Initiator Arnold Bode.

Den Rundgang kann man wie folgt aufrufen:

Über die Website: www.documenta-historie.de

Über die App: www.izi.travel.de und über QR-Codes an den Kunstwerken. Die Infotafeln werden in den nächsten Tagen angebracht. Zudem gibt es Faltblätter in den Tourist-Infos.

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