Neue Parkwege im April

Bewässerungsanlage in der Aue instand gesetzt

Einmal quer über die Karlswiese wird ein Graben gezogen: MHK-Auszubildender Sharif Flechtner (links) und Alexander Geißler, Garten - und Landschaftsbaumeister bei der MHK (im Bagger), bei den Arbeiten. Bis Ende der Woche sollen neue Kabel verlegt sein. Fotos: Ludwig

Kassel. Rechtzeitig vor dem Frühjahr wird die Bewässerungsanlage in der Karlsaue wieder instand gesetzt. Dazu finden im Laufe dieser Woche umfangreiche Bauarbeiten auf der Karlswiese statt.

Vergangenen Herbst war die Stromversorgung der Bewässerungsanlage wegen eines Defekts ausgefallen. Nun werden neue Stromkabel einmal quer unter der Karlswiese verlegt.

Sämtliches Wasser, das die Mitarbeiter der Museumslandschaft Hessen-Kassel (MHK) für die Pflege des Aueparks benötigen, stammt aus der Fulda. „Dass wir überhaupt kein Trinkwasser zum Versorgen der Pflanzen verbrauchen, ist für einen Park dieser Größe ungewöhnlich“, sagt Michael Boßdorf, der Leiter der Gärten der MHK. So wird ein Teil der Versorgung über zwei Pumpen geregelt, die Wasser aus dem Küchengraben in ein Bewässerungssystem mit mehreren Entnahmestellen weiterleiten.

Vergangenen Herbst war diese Versorgung zusammengebrochen. Grund dafür war ein Defekt in einem Stromkabel, das von der Orangerie einmal quer über die Karlswiese bis zum Küchengraben verläuft. Nun werden zwei neue, 500 Meter lange Kabel verlegt.

Etwa ein Dutzend Mitarbeiter der MHK ist seit gestern damit beschäftigt, einen Graben für die neuen Kabel zu bauen. Dafür muss die Karlswiese – die nach der Blindgängersuche erst vergangenes Jahr wiederhergerichtet wurde – erneut aufgegraben werden. Allerdings nur in einem schmalen Streifen. Dennoch müssen Kampfmittelexperten die Arbeiten überwachen, weil nicht ausgeschlossen werden kann, dass noch unentdeckte Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegen.

„Unser Ziel ist es, die Arbeiten bis zum Ende dieser Woche abzuschließen“, sagt Boßdorf. Die baldige Inbetriebnahme des Bewässerungssystems habe Priorität, weil ansonsten die Wasserversorgung der Pflanzen im Park sehr aufwendig sei. Das System sei zur Bundesgartenschau 1981 installiert worden. Es sorge dafür, dass die Gärtner an vielen Orten der Grünanlage Wasser entnehmen können: Egal ob am Rosenhang oder der MHK-Gärtnerei in der Nähe des Auedamms. Im Bergpark gibt es kein vergleichbares System, weshalb die Gärtner dort viel stärker mit Fahrzeugen mit Wassertanks unterwegs sein müssen.

Wenn das Kabel Ende der Woche verlegt ist, stehen schon die nächsten Arbeiten an der Karlswiese an. Denn die Wege rund um die Karlswiese sollen ab April erneuert werden, nachdem sie 2015 wegen der Blindgängersuche aufgegraben und nur provisorisch wieder geflickt wurden. Im Juni soll zudem die Blindgängersuche im restlichen Park fortgesetzt werden.

Für die Verlegung des neuen Kabels hat die MHK Aufträge für 15.000 Euro vergeben, die aufwendigen Erdarbeiten lässt sie allerdings von eigenen Mitarbeitern erledigen. „Dadurch sparen wir viel Geld“, so Boßdorf.

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