DRK-Kliniken Kassel und Kaufungen schließen sich zusammen

Eindrucksvolles Gebäude: Am Standort Krankenhauses an der Hansteinstraße in Wehlheiden ist es in den vergangenen Jahren durch stetige Erweiterungen eng geworden. Die Klinikehe bietet neue Möglichkeiten, zu wachsen. Archivfoto:  Fischer

Kassel. Die Kasseler Krankenhauslandschaft verändert sich weiter: Unter dem Dach des Roten Kreuzes fusionieren das Rotes Kreuz Krankenhaus Kassel (RKH) und die DRK-Klinik Kaufungen.

Letztere ist eine Fachklinik für Altersmedizin. Das daraus entstehende Krankenhaus hat insgesamt 500 Betten und drei Standorte: Wehlheiden, Bettenhausen und Kaufungen.

Hier gehe es nicht nur um die Zusammenführung zweier Traditionskrankenhäuser, sondern darum, die Versorgung der Patienten zu verbessern und auszuweiten, sagte RKH-Geschäftsführer Michael Gribner, der mit RKH-Geschäftsführerin Elisabeth Deterding und dem Verwaltungsleiter der DRK Klinik Kaufungen, Norbert Schwarzer, dem Leitungsteam des gemeinsamen Krankenhauses angehören wird.

„Unsere Geriatrie fügt sich nahtlos in das Leistungsspektrum des Roten Kreuz Krankenhauses ein“, sagte Schwarzer. „Wir schaffen so eine durchgehende Versorgungskette.“

Am medizinischen Konzept für die drei Standorte werde derzeit noch gefeilt. Dabei geht es auch um die Frage der künftigen Nutzung der ehemaligen Klinik Dr. Koch in Bettenhausen, die als einziger Krankenhausstandort im Kasseler Osten erhalten bleiben wird.

Die beiden Häuser haben die Zusammenarbeit bereits seit 2014 erprobt. Im Bereich der Alterstraumatologie arbeiten die Kliniken schon eng zusammen. Im vergangenen Jahr wurden sie als eines der ersten Zentren für Alterstraumatologie in Hessen zertifiziert, erläuterte Elisabeth Deterding.

So betreuen Unfallchirurgen des RKH ältere Patienten in Kaufungen mit, während Altersmediziner (Geriater) aus Kaufungen ältere Patienten in der Wehlheider Klinik mit behandeln. „Wenn man den Geriater früh genug dabei hat, kann man verhindern, dass der Patient zum Beispiel eine Verwirrtheit nach einer Narkose entwickelt“, schildert Elisabeth Deterding die Praxis. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit solle weiter ausgebaut werden, um auch eine altersgerechte Versorgung noch besser zu gewährleisten.

Aus dem Zusammenschluss werde etwas Beispielhaftes erwachsen, zeigte sich Gribner sicher. So sollen sich das auf Alterserkrankungen spezialisierte Team in Kaufungen und das Kasseler Akutkrankenhaus zum Wohle des Patienten ergänzen und weiter spezialisieren. Die Möglichkeiten der Rehabilitation und der Alterspflege in Kaufungen rundeten das Angebot ab.

Zudem schaffe der Zusammenschluss mehr Arbeitsplatzsicherheit und -attraktivität. Arbeitsplätze würden nicht gestrichen, sondern eher weitere Stellen geschaffen. Das RKH beschäftigt derzeit 750 Mitarbeiter, die Kaufunger Klinik 100 Mitarbeiter.

Das Kasseler Rotes Kreuz Krankenhaus war bereits seit einigen Jahren auf Partnersuche. Eine Ehe mit der Vitos Orthopädischen Klinik oder auch mit den Agaplesion Diakonie Kliniken kam jedoch nicht zustande.

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