Jubiläum mit 125. Blutspende

Tag eins der HNA-Blutspende-Aktion: Großer Ansturm zum Start

Großer Andrang: Vor dem Regierungspräsidium am Steinweg serviert Karina Chernenko den wartenden Menschen - unter ihnen Sebastian Kästner (links) und Walter Partsch – am ersten Tag der HNA-Blutspendeaktion Getränke. Fotos: Konrad

Kassel. Der Ansturm war riesig: Am ersten Tag der großen HNA-Blutspendeaktion im Regierungspräsidium (RP) Kassel spendeten 1238 Menschen ihr Blut.

Nach der ersten Stunde hatten sich bereits mehr als 200 Menschen für die Blutspende registriert. Die 228 Plätze auf dem Parkplatz zwischen Schauspielhaus und RP – für die Dauer der Blutspenden kostenfrei – waren komplett belegt. Die Spender standen für die Registrierung Schlange bis auf den Vorplatz des Regierungspräsidiums.

Unter ihnen war Konrad Ohlwein. Der 72-Jährige aus Elgershausen hat am Dienstag zum 125. Mal Blut gespendet – und das am 53. Hochzeitstag mit seiner Frau Brunhilde (72).

„Ich wollte an diesem besonderen Tag etwas Gutes tun“, sagt der ehemalige Boxer, Ringer und Kampfrichter. An seine erste Blutspende kann er sich noch gut erinnern. Es war 1961 im Volkswagenwerk Baunatal. Dort hat er 20 Jahre in der Gießerei gearbeitet, später war er Mitglied im Betriebsrat.

„Blut wird immer gebraucht, wenn man mit einem kleinen Pikser helfen kann, muss man das doch tun“, sagt er. Seitdem spendet Ohlwein regelmäßig, zuletzt viermal pro Jahr. An der HNA-Blutspendeaktion nimmt er seit dem Beginn regelmäßig teil. Ohlwein: „Das ist eine ganz tolle Sache.“ Für Ohlwein was es wahrscheinlich seine letzte Blutspende. Denn Blut darf man nur bis zur Vollendung des 72-Lebensjahres spenden. Die letzte Möglichkeit für ihn wäre einen Tag vor seinem 73. Geburtstag.

Als Dankeschön für seine langjährige Treue erhielten er und seine Frau einen einen Blumenstrauß und einen Einkaufsgutschein. Seine Frau Brunhilde hat schon 65 Blutspenden hinter sich, durfte in den vergangenen Jahren aufgrund einer Erkrankung aber kein Blut mehr spenden. Laut Rainer Riedinger, Regionalleiter des DRK-Blutspendedienstes, gibt es eine Reihe von Spendern im höheren Alter.

„Das Durchschnittsalter der Spender liegt aber bei 43 Jahren, das der Erstspender bei 29 Jahren“, sagt er. Die Angaben basieren auf den Daten von 2015. 41 Prozent der Spender sind Frauen.

„Gerade wenn die Blutkonserven im Sommer knapp werden, ist es für mich selbstverständlich, zu helfen.“

Ein paar Liegen neben Ohlwein, den viele der DRK-Mitarbeiter bereits kennen, liegt Terry Scott. Für den 58-Jährigen aus Großenritte, ehemaliger Zweitliga-Star des KSV Hessen Kassel, ist es seine 19. Blutspende.

„Gerade wenn die Blutkonserven im Sommer knapp werden, ist es für mich selbstverständlich, zu helfen.“, sagt der Ex-Fußballer. Viel Lob zollt er vor allem den ehrenamtlichen Helfern: „Ich habe großen Respekt davor, was sie in den Vier Tagen der bei der HNA-Aktion leisten“, sagt er. DRK Regionalleiter Riedinger zieht nach dem ersten Tag eine positive Bilanz: „Wir sind hochzufrieden mit der Resonanz“, sagt er.

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