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Endlich wieder Kartoffeln am Tisch

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Eduard Ress
Eduard Ress

Kassel. Es ist geschafft. Die kartoffelfreie Zeit im Seniorenheim Fasanenhof gehört der Vergangenheit an. Wegen Lieferengpässen mussten die Bewohner seit Anfang der Woche auf das Knollengemüse verzichten. Das Küchenteam machte die Senioren mit einem Zettel darauf aufmerksam.

„Es gab gestern tatsächlich Bratkartoffeln“, sagt der Bewohner Eduard Ress und klingt dabei gleichzeitig froh und überrascht. Genauer gesagt gab es Sülze mit Remouladensoße, Salat und Bratkartoffeln. Und geschmeckt hat es Eduard Ress auch. Darüber hat sich der 95-Jährige gefreut

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Denn seitdem das Essen für die Seniorenanlage aus der Großküche des Kasseler Klinikums kommt, bliebe der Geschmack oft auf der Strecke. „Das ist so die Meinung von uns Bewohnern“, sagt Ress. Die Seniorenanlage Fasanenhof und das Klinikum gehören zu der Gesundheit Nordhessen Holding (GNH).

Auch von offizieller Seite gab es Entwarnung: „Unsere Küche hat gestern Kartoffeln von mehreren Lieferanten getestet, die dann auch auf dem Speiseplan standen“, heißt es aus der Pressestelle des Gesundheitkonzerns.

Kartoffelpreise gestiegen

Bleibt nur die Frage, wie viel wir in Zukunft für Kartoffeln bezahlen müssen. Laut dem Statistischen Bundesamt kostete das Gemüse im Juni rund 35 Prozent mehr als vor einem Jahr zur gleichen Zeit. Nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) sind es sogar 50 Prozent.

Wegen des kalten und nassen Frühlings konnten deutsche Bauern ihre Frühkartoffeln erst spät pflanzen. Deshalb sind nach Meinung der Experten wenig Kartoffeln auf dem Markt, die Preise dementsprechend hoch. Für die kommenden Wochen sagen die Beobachter aber sinkende Preise voraus.

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