Erik Tuchtfeld vom Goethe-Gymnasium ist Stadtschulsprecher

Engagiert für Bildung

Trio vertritt Kasseler Schüler: Angi Herzog (17) von der Elisabeth-Knipping-Schule (links) und Anna Schupp (15, Reformschule) unterstützen als Stellvertreter den neuen Stadtschulsprecher Erik Tuchtfeld vom Goethe-Gymnasium bei seiner Arbeit. Foto: Dilling

Kassel. Dass man an seiner Schule etwas bewegen kann, hat Erik Tuchtfeld spätestens gemerkt, als er am Goethe-Gymnasium erfolgreich einen Talentwettbewerb organisierte. Jetzt ist der 17-Jährige, der zwei Jahre vor seinem Abitur steht, mit überwältigender Mehrheit vom Kasseler Schülerrat im Willi-Seidel-Haus zum neuen Stadtschulsprecher gewählt worden.

In Sachen Schülervertretung war Tuchtfeld schon vor seiner Wahl kein ungeschriebenes Blatt. Zwei Jahre vertrat er als Schulsprecher des Goethe-Gymnasiums die Interessen seiner Mitschüler. Vorher war er schon Klassensprecher. Und bis Mai dieses Jahres hat er im Vorstand der Landesschülervertretung gearbeitet. Er ist außerdem Delegierter auf Bundesebene.

Mit seinen ebenfalls neu gewählten Stellvertretern Angi Herzog (17) von der Elisabeth-Knipping-Schule und Anna Schupp (15) von der Reformschule will er sich für einen intensiveren Austausch und gemeinsame Projekte der Kasseler Schulen untereinander starkmachen. Alle Schüler müssten sich gemeinsam für bessere Rahmenbedingungen bei der Bildung einsetzen, sagt der 17-Jährige, der demnächst bei den Eltern auszieht und sich eine eigene Wohnung nimmt. Den Baustopp an der Albert-Schweitzer-Schule dürften Schüler nicht unwidersprochen hinnehmen. Da könne er sich solidarische Protestaktionen vorstellen, zumal es auch an anderen Kasseler Schulen baulich hake. Früher sei er „kein Freund von Bildungsstreiks“ gewesen, erzählt der Stadtschulsprecher. Das habe sich geändert. Im Notfall könnten diese legitim sein, zumindest wenn sie in landesweitem Rahmen organisiert würden.

An der Wahl des Stadtschulsprechers hatten sich Delegierte von 17 der 27 Kasseler Schulen beteiligt. Man werbe dafür, dass die Beteiligung besser werde. Vergangenes Jahr hatte es auch im Vorstand des Schülerrats Probleme mit dem ehrenamtlichen Demokratieengagement gegeben. Ein Vorstandsmitglied war wegen beharrlicher Abwesenheit bei den Sitzungen abgewählt worden. (pdi)

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