Spendenaktion des Vereins Soziale Hilfe zur Finanzierung von Notschlafstellen

Ente hilft Obdachlosen

Wärmende Mützen für die Entchen: Maria Rodrigues (von links), Ursula Feustel und Gisela Weikard, die regelmäßig das „Panama“ besuchen, stricken für die Spendenaktion. Die Tigerenten können für fünf Euro gekauft werden, der Erlös dient der Finanzierung von Notschlafstellen für Wohnungslose. Foto: Schachtschneider

Kassel. Die Tigerenten müssen im Winter nicht frieren: Maria Rodrigues, Ursula Feusel und Gisela Weikard stricken im „Panama“ eifrig kleine Mützen und Schals für die schwarz-gelben Figuren.

Damit unterstützen die drei Frauen, die selbst die Hilfsangebote des Tagesaufenthaltsstätte des Vereins Soziale Hilfe in Anspruch nehmen, die Spendenaktion „Kalte Winter - Warme Herzen“. Die Enten mit Mütze oder Schal können ab sofort für fünf Euro im Panama und an weiteren Verkaufsstellen erworben werden. Mit dem Erlös werden Notschlafstellen für obdachlose Menschen in Kassel finanziert. Allein in Kassel gibt es etwa 200 Menschen, die auf der Straße, in Notunterkünften oder prekären Wohnverhältnissen leben, teilt der Verein Soziale Hilfe mit. Mit Hilfe der Spendenaktion soll sichergestellt werden, dass jedem Hilfsbedürftigen ein Obdach und Schutz geboten werden kann - damit auch in diesem Winter kein Mensch in Kassel erfriert. Nicht erst bei Minusgraden, sondern schon bei fünf Grad Celsius besteht diese Gefahr.

Zur Finanzierung der Notschlafstellen und der Versorgung der Wohnungslosen muss der Verein, dessen Arbeit vom Landeswohlfahrtsverband und der Stadt Kassel finanziert wird, zusätzlich etwa 20 000 Euro an Spenden aufbringen. „Mit den Tigerenten als unseren kleinen Botschaftern hoffen wir, viele Unterstützer zu finden“, sagt Anja Krätke vom Verein.

Die Notschlafstellen, die in Containern eingerichtet werden, sind nicht nur beheizbar. Sie bieten auch einen geschützten Rückzugsort. Ende November war ein Obdachloser aus Kassel, der auf dem Gelände der Elisabeth-Knipping-Schule übernachtet hatte, umgebracht worden. „Wir alle sind gefragt, aufeinander achtzugeben, damit niemandem etwas passiert“, sagt Krätke. Sieben Notschlafstellen hat der Verein bereits in Betrieb. Weitere Plätze sollen bei Bedarf eingerichtet werden – dabei helfen die Spenden.

Unterstützung hat die Hilfsaktion schon von dem Kasseler Softwareunternehmen Micromate, der Weiterbildungseinrichtung Unikims und der Kasseler Sparkasse bekommen. (rud)

Die Tigerenten gibt es im Panama an der Kölnischen Straße 35 und in vielen Geschäften im Stadtgebiet. Weitere Infos und die Spendenkonten unter www.soziale-hilfe-kassel.de, Tel. 0561/707 38 29, E-Mail: info@soziale-hilfe-kassel.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.